CSU-Neujahrsempfang
"Spreu vom Weizen" trennen

Damit sich Flüchtlinge in die Gesellschaft integrieren können, ist es für Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher wichtig, ihnen deutsche Werte zu vermitteln. Bild: bey
Vermischtes
Luhe-Wildenau
15.01.2016
70
0

Die Silvesternacht in Köln hat bei vielen die Angst vor Flüchtlingen geschürt. Auch CSU-Vorsitzender Roland Rauch kritisiert die Übergriffe. Dennoch warnt er davor, alle Ausländer über einen Kamm zu scheren.

Oberwildenau. Mit deutlichen Worten verurteilten Roland Rauch und Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher beim Neujahrsempfang der CSU die Angriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. "Unsere Frauen und Kinder hat niemand anzulangen, egal welcher Herkunft oder Rasse", sagte Rauch.

Er machte mit Blick auf die Ereignisse bei den Regensburger Domspatzen auch vor der Katholischen Kirche nicht Halt. Höher sieht die Notwendigkeit, den Flüchtlingen deutsche Werte zu vermitteln, bei denen mit Einführung der Gleichberechtigung im Jahr 1919 ein Zeichen gesetzt wurde.

Eine Vorverurteilung von Flüchtlingen und Ausländern sei dennoch nicht angebracht. In jedem Fall gelte ein Verbot, Frauen und Kinder anzugreifen, auch für Deutsche selbst. Es müsse immer in den Gedanken verankert sein, wie es Deutschen gehe, wenn sie im Ausland derartige Handlungen begehen würden.

"Wer die Regeln unseres Zusammenlebens und den Respekt vor den Frauen nicht beachtet, kann in Deutschland keinen Platz in der Gesellschaft finden." Dankesworte richtete er an alle ehrenamtlichen Helfer. Sie alle gingen einem Hobby nach, das noch Freude mache.

Der Bezirkstagsvizepräsident nannte die menschlichen Leistungen der Bevölkerung bei der Aufnahme von Flüchtlingen großartig. Es sei aber unabdingbar, den Gästen die Werte in diesem Land zu vermitteln. Dazu gehöre, dass in Deutschland Mann und Frau gleichberechtigt und nicht in "Herr und Sklavin" getrennt seien. Unter den Flüchtlingen müsse wegen der Vorkommnisse in Köln die "Spreu vom Weizen" getrennt werden.

Höher schloss den Zeitpunkt nicht aus, an dem gesagt werden darf, dass die "Kapazitäten für die Leistungen erreicht sind". Das Ziel müsse sein, in den Krisenregionen für Frieden zu sorgen. "Die Rückkehr nach den Konflikten in Ungarn, Bosnien und der damaligen Tschechoslowakei ist gelungen." (siehe Kasten)
Unsere Frauen und Kinder hat niemand anzulangen, egal welcher Herkunft oder Rasse.Roland Rauch, CSU
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.