Elektrifizierung des Schienenstücks Regensburg-Hof
Lärm um Bahnstrecke

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Luhe-Wildenau
26.03.2016
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Oberwildenau. Bei einem Bahnsteiggespräch des CSU-Ortsverbandes erklärte Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, dass die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Regensburg-Hof als vordringlicher Bedarf in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Rund 60 Interessierte erwarteten Rupprecht und CSU-Ortsvorsitzenden Roland Rauch am örtlichen Bahnhof.

"Immer noch ungeklärt ist die Frage, ob es sich bei der Elektrifizierung um eine wesentliche Änderung handelt und somit eine Lärmvorsorge für Anwohner der Bahnstrecke garantiert wird", erläuterte Rupprecht. Das werde erst im Planfeststellungsverfahren geregelt. Dennoch hätten die Bürger bis 2. Mai die Möglichkeit, sich an einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan sowie zum Bereich Schienen zu beteiligen. Der Politiker appellierte an die Zuhörer, daran teilzunehmen.

Thomas Kraus vom "Forum Bahnlärm" informierte, dass Ende Januar der Bundestag den Antrag auf "menschen- und umweltgerechte Realisierung europäischer Schienennetze" einstimmig beschlossen hatte. Auch die Bahnstrecke Regensburg-Hof sei Teil des Ten-v-Kernnetzes. Der Antrag sehe unter anderem die rechtliche Gleichstellung von Ausbaustrecken an Neubaustrecken vor. "Wo aber bleibt die Rechtsverbindlichkeit in diesem Antrag?", kritisierte Kraus.

"Neben dem Thema Lärmschutz dürfen aber auch der Erschütterungsschutz und die Priorität für den Personennahverkehr nicht aus den Augen verloren werden", betonte Marktrat Sebastian Hartl. "Der gute Personennahverkehr ist ein Standortvorteil für unsere Gemeinde, dieser darf nicht durch die vielen Güterzüge in den Hintergrund geraten."

Anhand einer Landkarte verdeutlichten Hartl und Tobias Kick, dass die Bürger im Markt Luhe-Wildenau bereits mit den Auswirkungen der Autobahn A 93, dem Ostbayern- Ring, dem Truppenübungsplatz und nun mit dem erhöhten Güterzugaufkommen zu kämpfen hätten. "Bei der Autobahn wurde erst nach Jahrzehnten ein Lärmschutz realisiert, das darf bei der Eisenbahn nicht passieren", betonte Hartl.
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