Franz Spichtinger zeigt Publikum Eindrücke von Prag, Pilsen und Co.
Von Böhmen fasziniert

Vermischtes
Luhe-Wildenau
22.03.2016
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Luhe. Um böhmische Geschichte und Kultur ging es im Vortrag von Franz Spichtinger bei der KAB, dem Katholischen Männerverein und Kolping. Eindrücke aus Prag, Karlsbad, Pilsen, Brünn, von Schlössern, Klöstern und Kirchen aus Böhmen brachte Spichtinger dem Publikum näher.

Für die Menschen im Westen Tschechiens sei Böhmen auch heute oft noch ein unbekanntes Land. Prag sei jedoch zum allgemeinen Reiseziel geworden, Böhmen fange an, es zu werden.

In einem Streifzug vom Dreibäder-eck Marienbad, wo schon Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe, der Böhmen liebte, flanierte, über Eger bis in das Stifterland ging die Bilderreise. Von Wallenstein erzählte der Referent, dass er in Eger im Dreißigjährigen Krieg 1634 ermordet wurde. Ausführlich stellte Spichtinger auch Prag vor. Der Hradschin mit der Burg und dem Veitsdom wären weltbekannt. Kaiser Karl IV. habe einer ganzen Epoche seinen Stempel aufgedrückt. Franz Kafka, Rainer Maria Rilke oder Berta von Suttner, die Friedensnobelpreisträgerin, waren in Prag zu Hause.

Spichtinger erklärte die Umstände der Verbrennung des Reformators Jan Hus und stellte den Heiligen Herzog Wenzel vor, der vom eigenen Bruder Boleslav auf der Kirchentreppe in Stara Boleslav umgebracht worden war. Die tollen Bauten am Wenzelsplatz, Vinohradska, Theater und die Karlsbrücke mit den Heiligen begeisterten die Zuhörer. "Auf der Letná-Wiese hätten Václav Havel und Václav Malý 1989 die Botschaft der Freiheit verkündet und das Land in die Demokratie geführt.

Schließlich machte der Referent Halt im waldreichen Südböhmen, im Land der künischen Bauern, im Adalbert-Stifter-Land. "Vom Plöckenstein kann man hineinschauen ins österreichische Mühlviertel." Spichtinger erzählte von weltabgeschiedenen Weilern und malerischen Ortschaften in der Sumava, wie die Tschechen den Böhmerwald nennen. Der eigentliche Reichtum des Böhmerwaldes sei das Holz, das in vielen Berufen den Menschen Arbeit und Brot gegeben habe.
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