Gemeinderat bespricht Haushaltsplan 2015
Kino mit Knall

Vermischtes
Luhe-Wildenau
02.04.2016
22
0

Hier ein neuer Radweg, dort vielleicht ein Schießstand - für die Gemeinde fallen dieses Jahr einige Ausgaben an. Gut, dass der Haushalt im Vergleich zu 2015 gestiegen ist.

Dieser hat ein Volumen von 9,87 Millionen Euro, 11 Prozent mehr im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt erhöht sich wegen der gestiegenen Schlüsselzuweisungen und den Mehreinnahmen bei Wasser und Abwasser. Der Einkommenssteuer-Anteil steigt auf 5,8 Millionen Euro.

Bei der Gewerbesteuer rechnet der Markt mit Einnahmen von 800 000 Euro und damit weniger als im vergangenen Jahr. Insgesamt tilgt die Kommune Schulden in Höhe von 153 000 Euro. Dadurch sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung auf 279 Euro. Die Kreisumlage ist um einen Prozentpunkt gesunken, trotzdem muss die Gemeinde wegen ihre hohen Umlagekraft insgesamt 1,2 Millionen Euro zahlen - mehr als 2015.

Der Vermögenshaushalt erhöht sich um 669 000 auf 4 Millionen Euro. Größere Investitionen fallen für die Erschließung und Erweiterung der Baugebiete Eschlingweiher III, Breiter Rain, Bergäcker II sowie des Gewerbegebietes in Luhe an. Die Arbeiten am Feuerwehrhaus in Luhe schlagen mit rund 200 000 Euro zu Buche. Für den Radweg von Luhe nach Pirk sind 425 000 Euro und für die Sanierung der Triebwerkskanalbrücke in Sperlhammer 100 000 Euro eingeplant.

Da sich der Markt mit der Schule und dem Naabtalhaus am Kommunalinvestionsprogramm beteiligt hat, sind entsprechende Mittel für eine energetische Sanierung eingeplant. Die Maßnahmen nimmt die Gemeinde vor, sofern die Förderung bewilligt wird. "Wenn alle Projekte umgesetzt werden, müssen 813 000 Euro aus der Rücklage entnommen werden", informierte Kämmerin Anna Gruber.

Die Räte genehmigten den Anbau an ein Wohnhaus im Kiefernweg. Im Schlehenweg bekommt eine Dachterrasse eine Überdachung. Im Gewerbegebiet ist ein Schießkino, ein Schießstand mit Video-Technik, geplant. Architekt Josef Schöberl stellte die bisherige Planung für den Feuerwehrhaus-Anbau in Oberwildenau vor. Das Konzept, das im Oktober 2015 mit der Regierung besprochen wurde, sieht eine Erweiterung um zwei Stellplätze vor. Auch ein Aufenthaltsraum soll angebaut werden.

Für die Wehren ist eine Schlauchwaschanlage geplant. Schöberl informierte, dass die Baukosten bei mehr als 700 000 Euro liegen. Eine Fluchttreppe und eine eventuelle Verlegung des Bachlaufes im Untergrund sei noch nicht einkalkuliert. Da es sich um einen Anbau handelt, fördere der Freistaat die Baumaßnahme mit nur 57 000 Euro. Bei einem Neubau läge der Zuschuss bei mehr als 300 000 Euro. Hans Anzer regte daher an, auch die Kosten für einen Neubau zu berechnen, um die beiden Varianten besser vergleichen zu können.
Wenn alle Projekte umgesetzt werden, müssen 813 000 Euro aus der Rücklage entnommen werden.Kämmerin Anna Gruber
Weitere Beiträge zu den Themen: Bergäcker (2)Eschlingweiher (1)Breiter Rain (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.