Geopark-Ranger
Entdecker und Wissenschaftler

Manfred Käß (Elfter von links) und Geoparkrangerin Eva Ehmann (rechts) mit den Teilnehmern in den Kaolingruben bei Hirschau. Bild: hfz
Vermischtes
Luhe-Wildenau
17.06.2016
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Die Führungen der Geopark-Ranger begeistern seit 10 Jahren Naturfreunde. Manfred Käß gefällt das Angebot so gut, dass er selbst nun ein Jubiläum feiern kann.

Oberwildenau. Manfred Käß aus Oberwildenau nahm zum 100. Mal an einer Führung mit Geoparkrangern teil. In Hirschau bei einer Tour in den Kaolingruben gratulierte Geoparkrangerin Eva Ehmann dem Naturliebhaber zum Jubiläum.

Käß nutzt das Angebot im ganzen Geopark und besucht nicht nur Führungen im Oberpfälzer Wald, sondern auch im Fichtelgebirge oder der Fränkischen Schweiz. Manche Touren haben ihm so gut gefallen, dass er daran mehrfach teilgenommen hat. "Wir freuen uns sehr, dass wir Stammgäste haben, die dem Geopark so treu verbunden sind", sagt Projektleiter Dr. Andreas Peterek. Viele hätten die Führungen für sich als Hobby entdeckt, da sie mit fachkundiger, aber verständlicher Begleitung und mit Gleichgesinnten durch die Natur ziehen können und so die Heimat verstehen lernen.

Die Geoparkranger erklären bei den Führungen nicht nur Erdgeschichte, sondern geben auch Einblicke in die Entstehung der Landschaft, das Zusammenspiel von Böden, Flora und Fauna sowie in die Wirtschafts- und Kulturgeschichte, die die Region geprägt hat. "Die Ausbildung der Ranger ist ziemlich umfangreich", erklärt Birgit Plößner vom Geopark. 250 Stunden investieren die Naturfreunde, um für die Führungen ausgebildet zu werden.

Ortskundige Ranger


"Das Erfolgsgeheimnis liegt darin, dass Laien die Touren abhalten. Sie lernen Rhetorik und Didaktik, können oft das Wissen besser rüberbringen als ein Wissenschaftler." Jeder Ranger fängt zuerst mit Touren um seinen Herkunftsort an, erweitert dann dieses Gebiet. "Als Einheimischer kennt man sich einfach besser aus", erklärt Plößner. Die 40 aktiven Führer sind "ein kunterbunter Haufen", zwischen 20 und 75 Jahre alt. Der Geopark verzeichnet in den letzten Jahren einen steigenden Tagestourismus. Interessierte, die bei einer Führung in der Nähe des Heimatortes auf den Geschmack gekommen sind, nehmen oft über eine Stunde Anfahrt in Kauf, um auch andere Teile des Parks zu erkunden.

Das Angebot im Geopark ist groß. Jährlich entwickeln die Ranger neue Strecken. Für jede Tour muss der Führer ein Konzept vorlegen, Projektleiter Andreas Peterek nimmt bei einer Musterexkursion die Führung ab und stellt sie ins Programm. Bei rund 200 verschiedenen Themen, gibt es immer wieder neue interessante Ziele zu entdecken.

Das Erfolgsgeheimnis liegt darin, dass Laien die Touren abhalten.Birgit Plößner


Geopark Bayern-BöhmenDer Geopark Bayern-Böhmen wurde 2003 von tschechischen Vertretern und bayerischen Landräten in der Karlsbader Erklärung festgeschrieben.

2006 begannen die ersten Führungen der Ranger, aktuell sind 40 Führer aktiv.

Das Gebiet des Geoparks erstreckt sich in Tschechien von Karlsbad nach Stríbro und auf deutscher Seite über die Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Tirschenreuth und Neustadt/WN.

Eine Anmeldung ist für die Führungen nicht notwendig.

Einen Überblick über die Führungen gibt das Programmheft, das in der Geschäftsstelle des Geoparks in Parkstein, Marktplatz 1, erhältlich ist. (tsa)

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Weitere Informationen:

www.geopark-bayern.de
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