Gregor Tautz berichtet über Misereorprojekte
Hubschrauber oder Wolldecke

Vermischtes
Luhe-Wildenau
23.03.2016
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Luhe. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Neustadt-Weiden lud zum Vortrag ins Pfarrheim St. Martin in Luhe ein. Vorsitzender Peter Schönberger hieß neben Referenten Georg Tautz, Diplom-Theologe der KEB Kelheim, rund 30 Interessenten willkommen.

Karneval, Fußballweltmeister, Zuckerhut, Regenwald - vielfältig sind die Assoziationen zu Brasilien. Das fünfgrößte Land der Welt ist von Kontrasten geprägt: Einerseits ist das Land modern und dicht besiedelt. Andererseits beherrschen große Regenwälder das Amazonasgebiet.

Große Kluft


Tautz hatte sich im November 2015 bei einer Brasilien-Reise mit Misereor selbst ein Bild von dem Land gemacht. Dabei lernte er verschiedene Projektpartner kennen, die sich an der Seite der Armen und Eingeborenen für deren Rechte einsetzen.

Er berichtete von Industriemetropole Sao Paulo. In der Millionenstadt ist die Kluft zwischen Arm und Reich enorm. Super besitzen Hubschrauber, während Arme mit Wolldecken und Pappkartons auf der Straße schlafen. Wegen der Mietpreise nehmen die Ghettos am Stadtrand rasant zu.

Ein Problem ist auch die Korruption. Unterstützung im Kampf gegen Immoblienspekulation leistet das "Centro Gaspar Garcia", ein Projektpartner von Misereor. Eine völlig andere Welt erlebte der Referent im nördlichen Amazonasgebiet. Dort bedroht der Bau von Staudämmen das Leben der Indigenen.

In Maraba lernte Tautz Mitarbeiter von "CPT Landpastoral" kennen, die Menschen im friedlichen Kampf um ihre Rechte auf dem Land unterstützen. Im Bistum Altamira ist der deutsche Bischof Erwin Kräutler tätig.

Natur nutzen lernen


Auch er hilft den Einheimischen beim Kampf gegen den Bau der geplanten Staudämme. Eine Franziskanerschwester in Altamira. Sie bringe den Menschen bei, aus den Früchten des Urwalds Öle und Cremes herzustellen, die sie dann verkaufen können.

Einen Stopp legte Tautz in Belem ein. Dort nahm er an einem Treffen von Häuptlingen teil und erfuhr deren Sorgen. Die Kirche sei oft der einzige Partner, der die Ur-Bevölkerung in Sachen Menschenrechte unterstütze.
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