Interner Bezirkstag des KDFB Weiden in Luhe – Flüchtlingshilfe als Bereicherung und Freude sehen
Einfach in die Häuser gehen

Am Ende gab es Süßes zum Dank: Angelika Vogl aus Oberviechtach, Susanne Schwab aus Luhe, sowie Bezirksvorsitzende Margit Konze aus Weiden (von links). Bild: rgl
Vermischtes
Luhe-Wildenau
18.04.2016
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Luhe. Der Zweigverein Luhe war Gastgeber für den Internen Bezirkstag des KDFB-Bezirks Weiden. Bezirksvorsitzende Margit Konze begrüßte im Pfarrheim St. Martin die über 60 Frauen aus den Zweigvereinen. Ihr Gruß galt auch dem Geistlichen Bezirksbeirat, Pfarrer Heribert Englhard aus Rothenstadt, der die Frauen mit einer Bildbetrachtung zum "Jahr der Barmherzigkeit" und einem Gebet auf die Tagung einstimmte.

Der Interne Bezirkstag, so Margit Konze, diene auch dem Kennenlernen untereinander. So stellte sich zunächst der gastgebende Zweigvereine Luhe mit einer Präsentation vor, die Vorsitzende Maria Lehnert und Schriftführerin Rita Gleißner zusammengestellt hatten.

Bechtsriether Problem


Anschließend folgte eine Vorstellungsrunde der Führungskreisfrauen der Zweigvereine aus Kohlberg, Letzau, Muschenried, Neunkirchen, Oberviechtach, Oberwildenau, Pirk, Rothenstadt, Schirmitz, Teunz, Winklarn, sowie aus den Weidener Pfarreien Herz Jesu, St. Elisabeth, St. Johannes, St. Josef und St. Konrad. Konze berichtete über die Situation im Zweigverein Bechtsrieth, der zurzeit ohne Vorstand ist. Hier werde weiterhin nach einer Lösung für die Zukunft gesucht. Der Luher Ortspfarrer Arnold Pirner hieß die Gäste im neuen Pfarrheim St. Martin, das allseits bewundert wurde, willkommen und wünschte den Frauen Freude bei der Arbeit in den Zweigvereinen, die das Leben in den Pfarrgemeinden aktiv mitgestalten und vieles bewegen.

Wichtiges Engagement


Der Zweigverein Luhe hatte ein Büfett vorbereitet, an dem sich die Frauen stärken und nebenbei miteinander reden konnten, bevor im zweiten Teil der Tagung das Thema "Flüchtlinge" im Fokus stand. Konze begrüßte dazu besonders die Vorsitzende des KFDB Oberviechtach, Angelika Vogl, sowie Susanne Schwab, die sich im Markt Luhe um die Flüchtlinge kümmert.

Vogl engagiert sich seit Januar 2015 in der Flüchtlingshilfe in Oberviechtach, wo rund 60 Asylbewerber in drei Häusern dezentral untergebracht sind. Sie organisiert in Zusammenarbeit mit der Pfarrei und dem Frauenbund wöchentlich einen offenen Treff, bei dem Asylbewerber und Einheimische miteinander Kaffee und Tee trinken, sich dabei kennenlernen und Kontakte knüpfen können.

Mittlerweile hat sie einen Helferkreis ausgebaut. Sie unterstützt die Flüchtlinge unter anderem bei Behördengängen, begleitet sie zu Arztterminen oder hilft bei der Wohnungssuche. Trotz des enormen Zeitaufwandes empfinde sie diese ehrenamtliche Tätigkeit als persönliche Bereicherung, so Vogl. Sie habe sowohl mit den Behörden, als auch mit den Asylbewerbern schon viele positive Erfahrungen machen können.

Dies bestätigte auch Susanne Schwab aus Luhe, die sich um die derzeit etwa 50 Asylbewerber in der Marktgemeinde kümmert. Mittlerweile hat sich auch hier ein kleiner Helferkreis gegründet. Junge Syrer, die schon länger in Luhe leben und daher schon gut Deutsch sprechen, helfen mittlerweile neuen Flüchtlingen als Dolmetscher.

Schwab appellierte an die Frauen, einfach in die Häuser reinzugehen, in denen Flüchtlinge leben, und Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Sie seien in der Regel alle sehr gastfreundlich, bieten gleich Kaffee oder Tee an und wollen sich gerne unterhalten. Auch sie empfinde ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Bereicherung und Freude.
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