Jahreshauptversammlung Jagdgenossenschaft
Das Revier erhalten

Vermischtes
Luhe-Wildenau
12.03.2016
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Alles geht mal zu Ende - auch Pachtverträge. Doch was wären Jäger ohne Jagdrevier? Da heißt es, sich rechtzeitig um eine Fortsetzung zu kümmern.

Oberwildenau. Der Antrag der Jagdpächter auf Verlängerung des Pachtvertrages zu geänderten Bedingungen war die wohl wichtigste Entscheidung, die die Jagdgenossen bei der Jahreshauptversammlung zu treffen hatten. 26 Mitglieder sowie Pächter Josef Zanner und Alfons Schmidt nahmen daran teil.

Der Vertrag endet am 31. März. Der neue läuft ab 1. April für weitere neun Jahre. Er hat den gleichen Pachtpreis wie bisher, allerdings soll Paragraf neun so geändert werden, dass Verpächter und Pächter Wildschäden jeweils zu gleichen Teilen tragen. Zur Verwendung des Pachtschillings empfahl Jagdvorsteher Johannes Mutzbauer, diesen wieder als Rücklage für Wege-Instandsetzungen und Reparaturen an den Geräten der Jagdgenossenschaft in der Kasse zu behalten. Dem stimmten die Mitglieder geschlossen zu.

Damit ist die Einschränkung verbunden, dass die Pächter für jedes Jagdjahr Wildschadenersatz maximal bis zur Höhe der Jagdpachtsumme leisten. Mutzbauer erläuterte, dass deswegen im Dezember eine Vorstandssitzung mit den Pächtern stattfand. Er sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Versammlung die Annahme des Verlängerungs-Angebotes zu empfehlen wäre.

Nur ein Gegner


In der Aussprache wandten die Jagdgenossen aus Rothenstadt ein, dass bei ihnen der Wildschadenersatz anders geregelt sei. Letztlich hätte man sich aber darauf einigen können, dass innerhalb der Jagdgenossenschaft Oberwildenau keine unterschiedliche Handhabe möglich wäre. Bei der schriftlichen Abstimmung beteiligen sich die anwesenden Jagdgenossen mit einer Fläche von 209,72 Hektar. Mit einer Gegenstimme nahmen sie den Verlängerungsantrag mit den geänderten Bedingungen an.

Zanner berichtete, dass der Abschussplan erfüllt worden sei. Die Jäger schossen acht Rehe, zehn starben auf der Straße. Schlimmer ist die Problematik bei den Hasen: Es wurden mit fünf Tieren mehr zusammengefahren als geschossen, hier waren es nämlich nur drei Stück. Weiter erlegten Genossen acht Füchse, sieben Enten sowie zwei Wildschweine. Er appellierte an die Landwirte, das Auftreten von Wildschweinen umgehend bei ihm zu melden, um diesen nachgehen zu können.

Mutzbauer wies darauf hin, dass die Jagdgenossenschaft im Herbst die Hecke in Richtung Kiesschacht zurückschneidet. Er habe deshalb auch schon eine Firma kontaktiert. Die Genossen aus Rothenstadt berichteten, dass sie den Rückschnitt mit einem Anbaugerät an einem Bagger vornehmen ließen; dies sei die beste Lösung gewesen.

Mutzbauer berichtete, dass im Frühjahr der Tüv für die Unkrautspritze abgenommen wurde. Der Verein schaffte außerdem Randstrahldüsen für die Spritze an. Im März 2015 setzten Genossen Wege instand. Beim Holzspalter war ebenfalls eine Reparatur notwendig. Die übernahm Jagdgenosse Anton Herreiner fachkundig. Darüber hinaus gab er das im Jahr 2015 wieder erstellte Waldverjüngungs-Gutachten bekannt.

Das kommt hinsichtlich der Abschussplanung zu dem Ergebnis, dass die Verbiss-Situation tragbar und unverändert sei. Die bisherige Abschussempfehlung werde deshalb weiterhin beibehalten. Herreiner, der die Kasse verwaltet, konnte von einer guten Finanzlage berichten. Bernhard Argauer bestätigte eine einwandfreie Kassenführung.
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