Kein neuer Vorstand für Oberwildenauer Wanderfreunde
Auflösung droht

Johann Scharnagl ist neues Ehrenmitglied und wiedergewählter Vorsitzender der Wanderfreunde Oberwildenau. Außer ihm war niemand bereit, einen Posten im Vorstand zu übernehmen. Deshalb wird der Verein wohl aufgelöst. Bild: bey
Vermischtes
Luhe-Wildenau
14.03.2016
41
0

Vorsitzender, kommissarischer Schriftführer, Kassier - Johann Scharnagl ist bei den Wanderfreunden Oberwildenau Mädchen für alles. Jetzt hat er zusätzlich die Aufgabe, als neu ernanntes Ehrenmitglied den Verein in die Auflösung zu führen.

Oberwildenau. Am Samstag war in der Jahreshauptversammlung im Naabtalhaus erwartungsgemäß kein Mitglied bereit, eine Aufgabe im Vorstand zu übernehmen. Eine letzte Chance gibt es noch, ein neues Führungsgremium zu bilden: am 23. April im Sportheim. Übernimmt niemand ein Amt, löst sich der Verein auf.

Scharnagl blickte vor 23 Mitgliedern auf die Zeit seit November 2015 zurück. Bereits damals stand eine Auflösung der Wanderfreunde zur Debatte. Am 16. Februar erörterten die Vorstandsmitglieder die Möglichkeiten zur Fortführung des Vereins. Die Entscheidung war eindeutig: Auflösung bei erfolgloser Neuwahl. Und: die Mitgliedsbeiträge für die beiden zurückliegenden Jahre sollen nicht mehr nachgefordert, sondern bereits in bar bezahlte Beträge zurückerstattet werden.

Kaum Beteiligung


Vorsitzender Scharnagl begründete die drohende Auflösung des Vereins mit dem hohen Alterndurchschnitt der Mitglieder, die immer häufiger nicht mehr an längeren Fahrten, aber auch an örtlichen Veranstaltungen wie beim früher so erfolgreichen Gartenfest teilnähmen. Er räumte zwar ein, das Programm für eine größere Fahrt nicht in ausreichendem Umfang bekannt gemacht zu haben, doch selbst bei einer Tagesfahrt in die Fränkische Schweiz hätten sich nur 14 Personen beteiligt. Der Verein zählt 65 Mitglieder. Im Kassenbericht wies Scharnagel, als Kassier, ein größeres Minus aus, was dem Verzicht auf die Mitgliedsbeiträge geschuldet war.

Bei der Neuwahl unter Leitung von Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer kandidierte nur Scharnagl. Mit einer Gegenstimme wurde er erneut zum Vorsitzenden gewählt. Die für die weiteren Ämter vorgeschlagenen Walter Grünbauer, Christa Roth und Käthe Grünbauer lehnten ebenso wie die nicht zu überhörenden Kritiker ab.

Ohne Ergebnis


Um 21.50 Uhr beendete Dr. Karl-Heinz Preißer den Wahlgang. Kurz danach folgte die Versammlung dem Vorschlag eines Mitgliedes und beschloss die Ernennung des Vorsitzenden zum Ehrenmitglied. Vorher hatte ein anderes Mitglied gar noch kritisiert, dass der wiedergewählte Scharnagel auch bei einem anderen Verein Kassier sei.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.