Kinder aus Luhe-Wildenau bei "1,2 oder 3"
Punktejagd mit Elton

Amelie, Paul und Alina (von links) aus Luhe-Wildenau traten in der Quiz-Sendung "1,2 oder 3" für Deutschland an. Ihre Gegner kamen aus Finnland und Österreich. Die Sendung wird am 4. März ausgestrahlt. Bilder: Nordmovie (2)
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Luhe-Wildenau
14.10.2016
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Moderator Elton und Maskottchen Piet Flosse stellen den Kindern nicht nur Fragen, sondern erklären ihnen auch die Antworten. Paul hört interessiert zu.

"Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht", heißt es für drei Viertklässler der Grundschule Luhe-Wildenau. Sie sind Kandidaten der ZDF-Kinderquizsendung "1, 2 oder 3".

Im Studio 2 der Bavaria Filmstadt in München herrscht Stille. "Achtung, wir beginnen mit der Aufzeichnung", tönt es aus den Lautsprechern. Das Publikum - darunter 47 Schüler aus Luhe-Wildenau - wartet gespannt. Auf dem Bildschirm erscheint das Sendungsintro, dann ist es soweit. Moderator Elton läuft ein, er klatscht die ersten Reihen ab, und heißt zusammen mit Maskottchen Piet Flosse die Stars der Sendung willkommen: die Kandidaten aus Deutschland, Österreich und diesmal Finnland.

Für das heimische Team treten am Mittwoch Alina, Amelie und Paul aus Luhe-Wildenau an. Seit August haben sie sich auf ihren großen Tag vorbereitet. "Ich war schon ganz schön nervös", betont der achtjährige Paul nach der Sendung. "Weil so viele Leute im Studio waren", ergänzt Alina (9). Vorbereitet haben sich die drei Kandidaten mit speziellen Quizbüchern und -karten, die sie von Rektor Dr. Matthias Holl bekommen haben.

Holl hatte auch die Idee zur Teilnahme. "Ich habe früher in München gearbeitet und habe öfter mit Klassen die Sendung besucht - als Kandidaten oder Zuschauer. Zuletzt auch zweimal mit Tirschenreuther Schülern." Dabei ist die Quote des Rektors nicht schlecht. Fünfmal haben sich seine Schüler bisher den Fragen des Moderators gestellt, viermal haben sie gewonnen. "Ich weiß, dass die das machen", vertraut er auch diesmal auf sein Team.

Die Luher sind hochmotiviert, den begehrten Piet-Flosse-Pokal mit heimzunehmen. Zusätzlich gibt es für jeden erspielten Punkt 20 Euro für die Klassenkasse. Bei 18 Punkten pro Team macht das maximal 360 Euro. Voller Elan springen Paul, Alina und Amelie auf den bunten Zahlenfeldern hin und her. Jedes steht für eine Antwort. "Eins, zwei oder drei, letzte Chance, vorbei", ertönt es aus den Lautsprechern. Die Kinder bleiben stehen, das Licht zeigt ihnen, ob sie richtig geraten haben und einen Punkt bekommen.

Kandidaten gecastet


Holl hat die Kandidaten mit einem Casting ausgewählt. "Ich habe die Lehrer gefragt, wer geeignet sein könnte und mir dann zwölf Schüler rausgesucht." Die mussten sich dann in kleiner Fragerunde beweisen. "Die Kinder müssen schon ein bisschen was wissen, aber sie müssen sich vor allem auch trauen", betont er.

Wie viele Punkte die Luher Mädchen und Buben am Ende haben, und ob es für den Sieg reicht? Das werden die Fernsehzuschauer erst am 4. März 2017 erfahren. Gleiches gilt für das Thema der Sendung. Aber soviel sei gesagt: Bei allen Fragen haben sich die drei Kinder jeweils für die gleiche Antwort entschieden. "Wir haben uns bevor wir losgelaufen sind immer noch kurz beraten", berichtet die achtjährige Amelie von der Taktik der Gruppe.

Es gehe aber auch nicht darum, zu siegen, fährt Holl fort. "Der größte Gewinn ist das Dabeisein, das Spaßhaben." Außerdem sieht der Rektor im Besuch der Sendung die Möglichkeit, seinen Schülern den kritischen Umgang mit Medien zu vermitteln, der auch im Lehrplan steht. "Sie sehen, dass nicht alles so abläuft, wie es am Ende im Fernsehen gezeigt wird."

Das merkt auch Leonie Held. Die 13-Jährige vom Elly-Heuss-Gymnasium ist als Kamerakind an der Sendung beteiligt. Sie filmt das Geschehen aus ihrer Sicht. Zur Seite steht ihr ein Kameramann. "Ich hab mir das schon anders vorgestellt", berichtet sie nach Drehende. "Ich dachte, das wird alles in einem Durchgang aufgenommen. Nicht, dass es Wiederholungen gibt."

Szenen wiederholt


Die gibt es an diesem Tag im Studio 2. Denn, auch wenn Moderator Elton ein Profi ist, verspricht auch er sich einmal, so dass die Szene noch einmal gedreht werden muss. Gleiches gilt für ein Experiment, das erst beim dritten Mal gelingen will. Das sind alles Dinge, die der Zuschauer zu Hause vor dem Fernseher nicht sehen wird. Die Kinder im Studio wissen dafür jetzt, dass nicht alles so ist, wie es scheint.