Kommunionkinder spenden für Marvin
Hilfe mit Herz

Marvin Frank, Mutter Kerstin, Schwester Madlen und Vater Thomas (unten, Mitte), freuen sich über den Scheck der Kommunionkinder aus Luhe (oben). Marina Frister (links) überreicht ihn. Bild: hfz
Vermischtes
Luhe-Wildenau
31.10.2016
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Weiden/Luhe. Am Donnerstag haben fünf Kommunionkinder aus Luhe einen Scheck über 500 Euro an die Eltern von Marvin Frank überreicht. Zusammen mit Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreises Nordoberpfalz, besuchten sie die Familie Frank. Die Nachsorgeeinrichtung der Kliniken Nordoberpfalz AG rundete die gespendete Summe der Kinder auf 500 Euro auf. "Die Familien wollen örtlich spenden, für Hilfsbedürftige, zu denen man eine Beziehung hat", erläuterte Frister.

Vor zwei Jahren war noch nicht daran zu denken gewesen, dass es dem mittlerweile Vierjährigen wieder so gut gehen würde. Wie durch ein Wunder überlebte er ein tragisches Unglück: Er war in einen Löschteich gestürzt, in dem er 20 Minuten leblos trieb, bevor ihn sein Vater fand. Durch den langen Sauerstoffmangel im Gehirn blieben ihm erhebliche Schäden. "Die Ärzte sprechen von einem medizinischen Wunder", meinte Mutter Kerstin. "Unglaublich, wie lebensfroh er heute herumtobt, das hätten wir damals nie gedacht", schwärmten die Mütter der Kommunionkinder. Sie waren äußerst gerührt, den kleinen Marvin wiederzusehen.

Bereits vor zwei Jahren hatten sie von seinem Schicksal erfahren, als die älteren Geschwister zur Kommunion für ihn spendeten. Die Behandlung wird nicht im ausreichenden Maß von den Krankenkassen erstattet. Deshalb werden Spenden für den Jungen gesammelt. Marvin fährt mit seiner Mutter zwei Mal pro Jahr für jeweils drei Wochen in eine Spezialklinik in die Slowakei zur Adeli-Therapie. Diese Therapie macht sich eine revolutionäre Entdeckung der sowjetischen Weltraumforschung zunutze. Die Strapazen lohnen sich und der Erfolg ist unübersehbar.

Der Junge spielte unbeschwert im Schiff der Weidener Kinderklinik mit den anderen Kindern. Sie hatten ihn sofort ins Herz geschlossen. Seine motorischen Defizite fielen bei dem ganzen Trubel fast nicht auf.
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