Marktgemeinderat Luhe-Wildenau
Felsenkeller revitalisieren

Einer der Felsenkeller in Luhe. Zwei davon sollen nun wieder begehbar gemacht werden. Bild: Götz
Vermischtes
Luhe-Wildenau
19.10.2016
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Der Markt will zwei der Bierkeller am Koppelberg in Luhe wieder begeh- und nutzbar machen. Die Kosten dafür werden auf 55 000 Euro geschätzt. Dieser Betrag ist maßgeblich für den Zuschuss der "Leader-Entscheidungsgruppe"in Höhe von 60 Prozent.

Mit der Revitalisierung werden die Bierkeller zu einem Teil der "Zoigllandschaft nördliche Oberpfalz", betonte Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer. Eine Entscheidung für das weitere Vorgehen bei der Sanierung sei jedoch noch nicht gefallen.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres bemängelte das Fehlen eines Konzeptes für die Renovierung. Preißer verlas daraufhin einen Entwurf, der auch als Entscheidungsgrundlage für den Zuschuss gedient habe. Hans Zach fragte nach der Sicherheit der Gewölbe. Er entfachte damit eine Diskussion, die Hans Anzer mit dem Hinweis auf die Bedeutung der Keller und die Möglichkeit, durch den Zuschuss Geld einzusparen, beendete. Mit einer Gegenstimme fasste der Marktrat den Beschluss, die Zuschussmöglichkeit zu nutzen und zwei Bierkeller zu revitalisieren. Die Siedlergemeinschaft Luhe hat einen Zuschuss für den Kauf eines Karussells für rund 5000 Euro auf dem Kinderspielplatz beantragt. Die Verwaltung hatte ein mit dem Vorschlag der Siedler vergleichbares Karussell gefunden, das nur rund 1500 Euro kostet. Preißer wollte den Antrag zurückstellen, um ähnliche abzuwarten und die erforderlichen Mittel dafür im Haushalt 2017 einzustellen. Die Räte waren dagegen und beschlossen einstimmig, das Karussell mit 750 Euro zu bezuschussen. Das sind 50 Prozent der Kosten des von der Verwaltung vorgeschlagenen Modells.

Antrag zurückgestellt


Erneut einstimmig zurückgestellt hat der Marktgemeinderat den Antrag der Siedlergemeinschaft Oberwildenau auf einen Kanal- und Wasseranschluss mit einer 32 Ampere starken Stromversorgung für den Siedlerstadel. Die Siedler haben eine Liste vorgelegt, die seiner Einschätzung nach keinen stärkeren Strombedarf als 16 Ampere notwendig mache, erklärte der Bürgermeister. Diese sei im angrenzenden Bauhof vorhanden.

Preißer machte deutlich, dass ähnliche Arbeiten von mindestens vier bis fünf Vereinen im Marktbereich bei vergleichbaren Maßnahmen selbst erledigt wurden. Sebastian Hartl ergänzte, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt sei, ob im Umfeld des Siedlerstadels das geplante Feuerwehrhaus Oberwildenau errichtet werden soll. Deswegen sei es sinnvoll, den Antrag zurückzustellen, um später einen "Synergieeffekt" zu nutzen. Zur Stromversorgung erklärte der als Zuhörer anwesende Siedlerchef Helmut Grünbauer, die 32 Ampere zwei bis dreimal jährlich bei Veranstaltungen zu benötigen. Der Marktgemeinderat will prüfen, inwieweit eine Stromversorgung über den Bauhof möglich ist.

Ohne Gegenstimme befürwortete der Marktgemeinderat den Antrag der Jagdgenossenschaft Neudorf auf Überlassung des Entschädigungsbetrages für Manöverschaden für die Wegeinstandsetzung. Es handelt sich um einen Betrag von 11 000 Euro, der bereits um den gemeindlichen Anteil bereinigt ist. Anzer forderte die eindeutige Verwendung des Betrages für die Wegeinstandsetzung, nicht als Zuführung zu den Rücklagen.

CSU-Sprecherin Sigrid Ziegler beantragte eine umgehende Entscheidung zum Bau- oder Umbau des Feuerwehrhauses Oberwildenau. Preißer erklärte, dafür müsse die Finanzierung geklärt sein.
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