Marktgemeinderat Luhe-Wildenau
Siedlerstadel auf der Kippe

Im grünen Teil des Gebäudes hat die Siedlergemeinschaft Oberwildenau ihr Zuhause, das jetzt durch Verlegung von Kanal- und Wasserleitung und einer weiteren ausreichenden Stromleitung erschlossen werden soll. Bild: bey
Vermischtes
Luhe-Wildenau
02.06.2016
57
0

Die Oberwildenauer Siedler wollen, dass die Gemeinde die Kosten für den Bau von Leitungen trägt. Dabei kann es ihnen noch passieren, dass der Siedlerstadel dem neuen Feuerwehrhaus weichen muss.

Die Siedlergemeinschaft Oberwildenau muss nach der Zurückstellung ihres Antrages auf den Bau von Leitungen für den Betrieb ihres Siedlerstadels durch den Marktgemeinderat noch zittern. Gut sieht es nicht aus, eine Übernahme der Arbeiten und Kosten durch die Gemeinde würde einer Gleichbehandlung der Siedlergemeinschaften widersprechen.

Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer machte das deutlich. So habe die Siedlergemeinschaft Luhe ihre Wasser- und Abwasserleitungen selbstständig verlegt, bei den Neudorfer Siedlern sei es ähnlich abgelaufen. Dennoch ist die Übernahme der Kosten zurzeit nicht das Hauptproblem. Vielmehr spielen der Siedlerstadel und auch der angrenzende Gemeindestadel in den Planungen für den möglichen Neubau eines Feuerwehrhauses in Oberwildenau eine Rolle.

Beide Baulichkeiten müssen möglicherweise wieder abgerissen werden, sollten die Planungen für das Feuerwehrhaus dies notwendig machen. Hans Anzer sieht mit Blick auf den Wasseranschluss die Siedler in der Pflicht, Anschlussbeiträge zu entrichten. Er lehnt die Übernahme der Kosten für Kanal und Wasser ab. Sebastian Hartl regte an, die Entscheidung über den Antrag zurückzustellen, bis eine endgültige Planung für das Feuerwehrhaus vorliegt. Dann könnte die Herstellung der Leitungen für die Siedler eventuell kostengünstiger mit den gemeindlichen Bauarbeiten erledigt werden. Diesen Vorschlag akzeptierte der Marktgemeinderat einstimmig. Zu einem kurzen Disput zwischen Bürgermeister Preißer und Siedlerchef Helmut Grünbauer kam es wegen der bereits verlegten Stromleitung und der Sicherung. Diese seien zu gering bemessen, so dass die Sicherung die Stromzufuhr zwangsweise unterbreche. Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres hat nach seinen Worten bereits des öfteren die Stromversorgung wieder hergestellt. Preißer fand dies nicht nachvollziehbar. Im Gemeindestadel kämen viele Elektrogeräte zum Einsatz, dabei komme aber die Sicherung wegen Überlastung zum Tragen. Preißer warnte davor, im Siedlerstadel große Küchengeräte einzubauen. Hier dürfe keine Konkurrenz zur Gastronomie im Naabtalhaus geschaffen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oberwildenau (1111)Siedlergemeinschaft (60)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.