Neue Seniorenwohnanlagen
Zwei Projekte – eine Meinung

Etwas über einen Kilometer liegen die beiden geplanten Seniorenwohnanlagen auseinander. Grafik: NT/AZ
Vermischtes
Luhe-Wildenau
19.04.2016
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"Unser Dorf soll älter werden" hieß es jüngst in der CSU-Jahreshauptversammlung. Gemeint waren die parallel laufenden Planungen für zwei Seniorenheime in Luhe und Oberwildenau. Der Marktgemeinderat beriet nun beide Projekte.

Der Weg für zwei bedeutende Vorhaben ist geebnet: Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig die Einleitung der Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans, des Landschaftsplans und zur Ausweisung der Baugebiete für die Seniorenwohnanlagen "Luhetal" und "Oberwildenau". Während die "Oberwildenau" mehrere Gebäude vorsieht, soll die "Luhetal" zu einem kleinen Dorf wachsen, in dessen Mittelpunkt zwei zentrale Gebäude stehen. Der bisherige Netto-Markt und der Antik-Markt Görner werden abgerissen. Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer wies in der kurzen Vorstellung der Planungen Kokurrenz-Gedanken von der Hand, weil beide Projekte unterschiedliche Konzepte verfolgten.

"Luhetal" erstreckt sich nach den Ideen der Planer und der noch unbekannten Investoren auf einer Fläche von rund 7,8 Hektar einschließlich aller Ausgleichsmaßnahmen entlang der Staatsstraße Richtung Unterwildenau und liegt gegenüber dem Gewerbegebiet "Obere Tratt". Momentane Begrenzung nach Norden könnte laut Preißer ein Entwässerungsgraben sein, der aus dem Gewerbegebiet "Obere Tratt" in westlicher Richtung verläuft. Der Planungsauftrag für ein Lärmschutzgutachten und für eine detaillierte Planung wurde nach den Worten des Bürgermeisters von den Planern und Investoren bereits erteilt.

"Bei Ermittlung des Lärmpegels und Lärmschutzes wird der Seniorenwohnanlage der Charakter als 'allgemeines Wohngebiet' zugrunde gelegt", ergänzte Geschäftsleiter Alfred Gilch. Preißer kündigte zur detaillierten Vorstellung des Projekts, das bereits mit dem Kreisbaumeister abgesprochen ist, ein Pressegespräch an.

Die Seniorenwohnanlage "Oberwildenau" soll östlich der Gemeindeverbindungsstraße Oberwildenau-Schwanhof errichtet werden. Der Bebauungsplan umfasst eine Fläche von 4 Hektar, die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Bereich erstreckt sich auf insgesamt 8,6 Hektar. Die vom Unternehmer beim Landratsamt eingereichte Bauvoranfrage wird laut Bürgermeister Preißer entsprechend einer Empfehlung des Kreisbaumeisters zurückgenommen, weil die zur Bebauung beabsichtigten Flächen derzeit planungsrechtlich noch Außenbereich im Sinne des Bundesbaugesetzes sind. Auch diese Flächen sollen "allgemeines Wohngebiet" werden.

Stellungnahmen der Gemeinderäte zu beiden Vorhaben gab es nicht. Der Meinung Preißers, die Investitionsbereitschaft der Unternehmer müsse genutzt werden, widersprach niemand.
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