Neuer Gerätewagen für die Feuerwehr Luhe
Flexibel und iniversell einsetzbar

Nach 25 Jahren bekam die Feuerwehr Luhe einen neuen Gerätewagen. Bild: mld
Vermischtes
Luhe-Wildenau
26.10.2016
41
0

Geschmückt steht das neue Fahrzeug vor dem Gerätehaus. Zwölf Feuerwehren feiern mit der Luher Wehr deren neuen Gerätewagen.

Luhe. Das Fest begann mit einem Gottesdienst. Vom Markplatz führte der Festzug dann zum Feuerwehrhaus. Dort hieß Wehr-Vorsitzender, Stefan Gläser, die Besucher willkommen. Pfarrer Arnold Pirner spendete den kirchlichen Segen.

Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer wünschte eine unfallfreie Fahrt und übergab den Schlüssel an Kommandant Daniel Müller. Preißer ging auch auf die Notwendigkeit der Beschaffung ein, da durch die Autobahn A 93, das Gewerbegebiet und die positive Entwicklung der Kommune immer mehr Aufgaben auf die Feuerwehr zukommen. Kreisbrandinspektor Uli Kraus dankte der Marktgemeinde für die Weitsicht, ihre Feuerwehr optimal auszustatten.

Bereits Mitte 2013 wurden die Weichen für den Ersatz des 25 Jahre alten Vorgängers gestellt. Müller dankte Bürgermeister und Marktrat für das Vertrauen in die Wehr. Die Kommune investierte rund 120 000 Euro in Fahrzeug und Ausrüstung. Der Feuerwehrverein beteiligte sich mit rund 16 000 Euro, von der Regierung kamen 26 500 Euro. Der Gerätewagen hat den Vorteil, dass er flexibel und universell einsetzbar ist. Durch die Möglichkeit verschiedene Container oder Boxen mit unterschiedlicher Beladung aufnehmen zu können, bietet er ein breites Einsatzspektrum.

Im April 2015 wurde nach der Ausschreibung der Auftrag vergeben. Das Fahrgestell, ein Iveco Daily mit 170 KW und einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,4 Tonnen wurde von der Firma Maise in Freiburg geliefert und ausgebaut. Den Aufbau bestehend aus Pritsche, Rollplane und Hebebühne hat die Firma ebenfalls gefertigt. Die Besonderheiten am Fahrzeug sind die mit nur einem Handgriff zu öffnenden Seitenplanen sowie die auffällige neongelbe Beklebung, die die Warnwirkung im Straßenverkehr erhöhen soll.

Kurz vor Weihnachten 2015 wurde das Fahrzeug in Freiburg abgeholt. In den folgenden Wochen bauten die Feuerwehrleute in Eigenleistung ein Regal aus Alu-Profilen zur Aufnahme der festen Beladung sowie einige Halterungen für Multifunktionsleiter oder Handwerkzeug in Maßarbeit. In den letzten Monaten planten und bauten sie - neben den Arbeiten am Erweiterungsbau - verschiedene Rollcontainer in Eigenregie. Aktuell sind sechs Rollwägen fertig, einer ist im Bau. Auf ihnen sind Stromerzeuger, Schmutzwasserpumpe, Powermoon Leuchtballon, Schlauchboot oder ein Abstützsystem verladen.

Die Helfer haben für das Regal und die Halterungen im Gerätewagen 60 Stunden sowie für die Rollcontainer mehr als 340 Stunden an Eigenleistung aufgebracht. Hochgerechnet mit einem Handwerkerstundensatz würde das 14 000 Euro ergeben, die sich die Kommune so gespart hat.
Weitere Beiträge zu den Themen: Feuerwehr Luhe (8)Daniel Müller (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.