Rodungen wegen Ostbayernring
Kaum Widerstand

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Luhe-Wildenau
26.02.2016
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Luhe . "Im Jagdbogen Luhe am Forst müssen zirka 20 Hektar Wald wegen des Baus des Ostbayernrings gerodet werden", beklagte Jagdvorsteher Bernhard Irlbacher in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Zudem sei zu befürchten, dass die Gleichstromleitung daneben im Bereich der jetzigen Hochspannungsleitung als Erdverkabelung gebaut wird. "Nachdem wir etwas dünner besiedelt sind, sei bei uns weniger Widerstand zu erwarten", sagte Irlbacher.

In einem engen Korridor von kaum 200 Metern befänden sich dann Autobahn, Gleichstromleitung, Gasleitung und Ostbayernring. Dass es möglich ist, den Ostbayernring auf der vorhandenen Hochspannungstrasse zu bauen, zeige sich im Manteler Forst. Auf einigen Kilometern soll die alte Trasse verwendet werden, da durch einen Holzeinschlag der "Ziegenmelker", ein seltener Vogel, gestört werden könnte. Bisher war man davon ausgegangen, dass auf der alten Trasse nicht gebaut werden kann, was nun doch abschnittsweise möglich ist.

Für das Instandsetzen und Ausschneiden von Wegen wurden 6000 Euro ausgegeben, wovon die Gemeinde die Hälfte beisteuerte. Probleme bereiten die geteerten Flurbereinigungswege, die alle für die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge zu schwach ausgebaut sind. Vor allem die Straße vom Friedhof nach Meisthof ist stark von Absenkungen betroffen. Mit der Gemeinde müsse eine Lösung gesucht werden.

"Im Revier Wasserleitung und Achberg ist die Wildschweinproblematik am größten", sagte Irlbacher. Allein in Achberg wurden 19 Schwarzkittel erlegt. Bei Wildschäden gibt es zwischen Jagdpächtern und Landwirten meist einvernehmliche Lösungen. Der vergleichsweise hohe Abschussplan wurde erfüllt und künftig in dieser Höhe beibehalten.

Das Verbissgutachten ergab einen tragbaren Verbiss. Die vier Reviere Wasserleitung, Achberg, Luhe Forst und Luhe Feld haben zusammen 1251 Hektar. Einstimmig beschloss die Versammlung, den Jagdpachtschilling einzubehalten. Schatzmeisterin Sonja Hagn berichtete von einer guten Kassenlage. Zufrieden äußerten sich die Jagdpächter über die Zusammenarbeit mit den Landwirten. Gerhard Hagn stellte seinen neuen Mitjäger Adolf Birkmüller vor. Bürgermeister Dr. Karl Heinz Preißer kündigte den Radwegbau nach Pirk an. Auch die Straße wird ausgebaut. Mit einem Geschenk wurden Johann Bauer, seit 1999 Beisitzer, und Johann Högler, seit 1992 stellvertretender Vorsitzender, verabschiedet.
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