Rosenmontagsball
Ninjas befreien Kaisertochter

Vermischtes
Luhe-Wildenau
09.02.2016
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Fernost in der Oberpfalz. Ein großer roter, furchterregender Drache schlängelt sich durch Menschenmassen. Im Gefolge tänzeln liebreizende Geishas in mintgrün seidig glänzenden Kurz-Kimonos, anmutige Reisbäuerinnen in roten Gewändern mit Bambushüten einher.

Dahinter, ganz in Schwarz, martialisch anmutende Ninja-Kämpferinnen mit Stöcken. Den Rosenmontagsball bestimmten grandiose Auftritte. Rund 700 Teilnehmer begaben sich auf eine "Reise durch Asien".

Auf einem goldenen Thron regiert der Kaiser von China - Andreas Hammer, Vorsitzender des veranstaltenden FC Luhe Markt - über sein Volk. An der Seite sein zierliches Töchterlein, die Prinzessin mit einem bambusfressenden Pandabär.

Nachdem der goldene Gong erklungen war, beginnt die Show, treten die Geishas mit bunten, beleuchteten Lampions und roten Fächerschirmen auf, Reisbäuerinnen und die Ninjas zeigen tänzerische Einlagen, bevor wilde, furchteinflößende Hunnen in Pelzen und mit Säbeln - junge, durchtrainierte Luher Burschen - ins Reich einfallen und die schöne Prinzessin entführen. In einer Gemeinschaftsaktion gelingt es den über 50 Tänzerinnen, die Gefangene zu befreien.

Liebe zum Detail


Die Zuschauer - neben- und übereinander gestapelt an den Rändern der Tanzfläche - johlen und klatschen vor Begeisterung. Nicht nur die tänzerischen Darbietungen sind hervorragend. Die Liebe zum Detail bei Kostümierung, Ausstattung und Maske ist das Tüpfelchen auf dem i. Die Luher zeigen: So geht Fasching.

Christina Bauer, die für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnet, und ihre Helferinnen Verena Guber, Sabine Gruber und Rebecca Hentschel hatten wochenlang mit den jungen Leuten trainiert. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die vier "re.luh.ded"-Tanzgruppen meisterten den gemeinsamen Auftritt auf der fast zu kleinen Tanzfläche problemlos.

Beifallsstürme und Lachsalven gab es auch für das Männerballett "Büffelwasser", das unter Leitung von Franziska Ziegler um Mitternacht "Dirty Dancing" aufführte. Das Traumpaar Thomas Schulze und Bene Lindner überraschte als preisverdächtige Tänzer. Akrobatische Einlagen der Familienväter mit "Falti" (Stefan Faltenbacher) in waffenscheinpflichtigen Highheels brachten die Stimmung mit "Helene Fischer" zum Brodeln.

Stimmungsmäßig ließen die "Rotzlöffel" stundenlang den Drachen fliegen hinein in einen kostümierten Hexenkessel, in den sich die Mehrzweckhalle verwandelt hatte. Gedränge herrschte nicht nur auf der Tanzfläche, auch in der meterlangen Bar und an der "Sansi-Bar" in der Aula mussten die Ballbesucher oftmals in Dreier-Reihen hintereinander anstehen.

Helferschar


Da der FC über ein erhebliches Mitarbeiter-Potential verfügt, liefen Service und Arbeitseinsätze rund um die Großveranstaltung reibungslos. Die letzten Gäste verließen Asien erst, als der Faschingsdienstag schon einige Stunden alt war.
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