Sommer verhindert Vermehrung von Varroamilbe
Weniger Bienen tot

Vorsitzender Christian Baumgärtner (von links) und Stellvertreter Andreas Baumgärtner ehrten Martin Müller und hießen die neuen Mitglieder Hans Zanner und Heiko Glökler willkommen. Bild: mue
Vermischtes
Luhe-Wildenau
17.03.2016
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Luhe. Nach Jahren der Stagnation verzeichnet der Imkerverein wieder einen Zuwachs an Mitgliedern. Mit Hans Zanner, Georg Winderl und Heiko Glökler hat der Verein jetzt 13 Mitglieder und 110 Völker. Bei der Neuwahl erhielt Vorsitzender Christian Baumgärtner das Vertrauen. Er führt zugleich das Amt des Schriftführers aus.

Die Verluste von Bienen über den Winter seien in diesem Jahr laut Baumgärtner gering gewesen, was aber nicht am milden Wetter lag. Vielmehr habe der heiße Sommer die Vermehrung der Varroamilbe eingeschränkt. Der Parasit komme mit hohen Temperaturen wenig zurecht.

Erst abends mähen


Der Vorsitzende sowie einige Mitglieder berichteten von verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen, die sie in den Wintermonaten besucht hatten. Bei den anstehenden Auswinterungsarbeiten sei das Futter zu kontrollieren. Hilfreich wäre für die Imker zudem, wenn die Landwirte ihre blühenden Wiesen in den Abendstunden mähen würden. Die Bienen seien dann größtenteils im Stock.

Die Imker werden oft gefragt, warum trotz vieler Blüten wenig Obst an den Bäumen sei. Eine Erklärung hierfür sei laut Baumgärtner, dass in der Zeit der Blüte die Witterung günstig sein muss, da sonst die Bienen nicht ausfliegen. Wenn also nur einige Tage oder Stunden Flugwetter herrscht, könnten die immer weniger werdenden Völker nicht alle Obstbäume ausreichend anfliegen.

Mit der Ehrennadel in Bronze zeichnete der Vorsitzende Martin Müller für seine 15-jährige Treue aus. Die Mitglieder wählten zudem Müller zum Kassier, Andreas Baumgärtner übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Am Sonntag, 20. März, findet der Oberpfälzer Imkertag in Erbendorf statt.

300 Völker


Der Bienenzuchtverein Rothenstadt und Umgebung wurde 1926 von elf Imkern gegründet. Unmittelbar nach dem Krieg bestand der Verein aus 40 Mitgliedern. 1970 waren es nur noch 27, allerdings mit fast 300 Völkern.

Spielte sich das Vereinsgeschehen früher mehr in Rothenstadt ab, so änderte sich dies, als Hauptlehrer Ludwig Spindler nach 13-jähriger Schriftführertätigkeit 1971 den Vorsitz übernahm. Die Zusammenkünfte fanden dann in den Gasthäusern Neumann, Herdegen, Hagler und Schinhammer statt. Heute kommen die Mitglieder aus Luhe, Oberwildenau, Rothenstadt und Irchenrieth.
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