„Unser Dorf soll älter werden“
CSU diskutiert über neue Seniorenheime - Pläne für die Ortsentwicklung

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Luhe-Wildenau
19.04.2016
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Oberwildenau. Die CSU setzt weiter auf Bürgergespräche mit Ortsterminen. Vorsitzender Roland Rauch nannte in der Jahreshauptversammlung als Hauptthemen des vergangenen Jahres die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg und die Verlegung neuer Stromtrassen. Rauch sieht in der erstmals herausgegebenen Postwurfsendung eine weitere Informationsquelle für die Bürger.

Ausführlich schilderte er Projekte, bei denen die Oberwildenauer CSU mit angeschoben habe: die Parkplätze am Friedhof, die Aufstellung von Verkehrsspiegeln und Bankettbefestigungen im Bereich des Grundstückes Faltenbacher. Die Mitgliederzahl stagniert bei 62, die meisten sind schon älter. Deshalb brauche der Ortsverband Nachwuchs, mahnte Rauch. Schriftführer Stefan Duschner wies auf Reparaturen am Kinderspielplatz, den Kinderfasching und den Neujahrsempfang hin.

Stromtrassen an die A 9


Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht befasste sich erneut mit der aktuellen Planung der Stromtrassen und bezeichnete deren Bau entlang der A 9 als "besseren Weg". Er sprach sich generell für Transparenz bei der Trassenführung mit geringstmöglicher Belastung für Mensch und Natur aus.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres sprach das unausweichliche Thema "Baugebiet Eschlingsweiher" an, dessen Ausweisung seit 2013 laufe. Zum geplanten Seniorenheim in Luhe merkte er an, dass bereits vor 18 Jahren Planungen vorgelegen hätten, diese aber erst jetzt nach Bekanntwerden eines ähnlichen Vorhabens in Oberwildenau wieder auf den Tisch gekommen wären.

Die für diesen Zweck vorgesehene Fläche umfasse in Luhe 74 000 Quadratmeter und in Oberwildenau 40 000. Das Baugrundstück in Oberwildenau sei planungsrechtlich aber dem Außenbereich zuzuordnen. "Unser Dorf soll älter werden", merkte Bernd Henn zur Vielzahl der geplanten Einrichtungen charmant an. Laut Kres sei im Gewerbegebiet Luhe auch ein Schießkino geplant, in dem Polizeibeamte und Jäger ihre Schießnachweise ablegen können.

Die CSU fordert überdies eine Sitzgruppe bei der Alten Wollwäsch als Anlegestelle für Kanufahrer sowie die Einrichtung eines Hotspots in Neudorf, Beleuchtung in der Michael-Höhbauer-Straße und die Fortsetzung der Sanierung des Naabtalhauses. Beim Feuerwehrhaus Oberwildenau würden laut Kres 700 000 Euro für die Sanierung nicht ausreichen. Deshalb gebe es Überlegungen, das Feuerwehrhaus ganz neu zu planen. Über einen Standort hüllte er sich allerdings in Schweigen.

Keine zweite Meinung


In der Aussprache tauchte die Frage auf, ob Luhe-Wildenau bei der Planung der Feuerwehrhäuser die Meinung eines zweiten Architekten einhole. Dies verneinte Kres. Zwei Diskussionsteilnehmer meinten, dass es Sinn ergeben hätte. (Hintergrund)
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