Verträge nur mit Wildschadenersatz
Jagdpächter gesucht

Vermischtes
Luhe-Wildenau
26.11.2016
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Neudorf. (hme) Jagdvergabe und die Instandsetzung der Wege waren Themen bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft mit dem alljährlichen Rehessen im Gasthaus Schärtl. Jagdvorsteher Johann Schlegl konnte dazu 23 Jagdgenossen sowie besonders die gastgebenden Jagdpächter Alfons Schmidt, Ernst Härning jun. und Leo Bäumler sowie Marktgemeinderat Johann Kick begrüßen.

Schlegl ließ das Jahr Revue passieren. Bereits beim Rehessen im vergangenen Jahr hat er auf die Verlängerung der zum 31. März 2017 auslaufenden Jagdpachtverträge hingewiesen. Damals hatte die Versammlung bestimmt, die Jagdpächter vorab zum Gespräch über eine Verlängerung der Pachtverträge einzuladen. Ein großes Anliegen dabei war der Ersatz des Wildschadens. Bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2016 gaben die drei Jagdpächter Angebote für die Verlängerung ab. Die Versammlung hatte jedoch nur das Angebot für den Jagdbogen Neudorf-Mitte zu den bisherigen Bedingungen angenommen.

Versammlung entscheidet


Es steht deshalb zum 1. April 2017 die Neuverpachtung der Jagdbögen Neudorf-Süd und Neudorf-Nord an. Wie der Jagdvorsteher weiter ausführte, sei damit die Tür für die bisherigen Pächter noch nicht zu; sie, wie auch andere Interessenten könnten immer noch Angebote abgeben. Schlegl stellte klar, dass die Vergabe nicht durch die Vorstandschaft erfolge, sondern durch die Versammlung. Die Vorstandschaft führe nur die Verhandlungen im Sinne der Genossenschaft. Diese möchte auch künftig am Wildschadenersatz festhalten. Er berichtete, dass je zwei Angebote für die Jagdbögen Nord und Süd mit Wildschadenersatz vorliegen. Der Jagdvorsteher führte aus, dass der Markt Luhe-Wildenau der Jagdgenossenschaft angeboten habe, die Entschädigungsleistung für die Manöverschäden im Juni in Höhe von 11 000 Euro anzunehmen und dafür die betroffenen Wege selbst instand zu setzen. Die Vorstandschaft nahm dieses Angebot an.

Dank der Beziehungen und Einsatzbereitschaft der Jagdgenossen Hans Kick, Michael Müller und Schlegl wurden rund 1,2 Kilometer Wege für 4800 Euro wieder hergerichtet. Wegen der Witterung sollen die restlichen Arbeiten 2017 erfolgen. Er dankte Wilhelm Zeiler, der mit das Material transportiert und aufgetragen hatte. Jagdpächter Härning begründete sein Angebot zur Jagdpachtverlängerung mit Deckelung des Wildschadens und meinte, dass der zu zahlende Jagdpachtschilling nicht ausgereicht hätte, wenn die in den vergangenen drei Jahren angefallenen Wildschäden von den Landwirten tatsächlich geltend gemacht worden wären. Die Versammlung teilte mit, dass die Wildschäden tatsächlich nicht eingefordert wurden.

Schweine als Ärgernis


Stellvertretender Jagdvorsteher Michael Müller forderte die tatkräftige Mithilfe der Jagdpächter. Scheinbar sei das Problem der Wildschweine überall rückläufig nur in ihrer Jagdgenossenschaft nicht. Die Situation sei aufgrund des angrenzenden Staatsforstes schwieriger als in anderen Revieren. Er erhoffe sich mit dem neuen Leiter des Staatsforstreviers eine positive Veränderung.
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