30 Jahre durch dick und dünn
Firma IMG feiert Geburtstag

Schweißen, stanzen, lackieren, sägen - die ganze Bandbreite klassischen Handwerks in stark technisierter Form findet hinter den Kulissen der Firma IMG statt. Bild: hfz
Wirtschaft
Luhe-Wildenau
21.11.2016
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So etwas nennt man wohl Vorzeigebetrieb. Die Firma IMG begann vor 30 Jahren mit drei Mitarbeitern. Heute beschäftigt sie in Schwanhof 150 Menschen.

1986 gründete Ingenieur Hermann Prölß das Unternehmen "img Industriemechanik Gehäusebau GmbH" in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude. Zur Erstausstattung zählten eine Blechschere, eine kleine Abkantmaschine, einige Schweißgeräte und sogar eine Kopiernibbelmaschine. Die Produktpalette umfasste Gehäuse und Frontplatten in verschiedenen Varianten und Materialien in Kleinserie. Größere Mengen vergab Prölß an Betriebe in der Umgebung. Doch diese konnten nicht in der benötigten Qualität oder zum gewünschten Termin liefern, also beschloss IMG, weiter selbst zu fertigen.

Nur ein Jahr später folgte der Bau der ersten beiden Produktionshallen. Das junge Unternehmen startete mit der eigenen Serienfertigung von Wärmetauschern für Laserbeschriftungsmaschinen von Siemens. 1988 investierte es in eine Dreh- und Fräsmaschine, ein Jahr später kam eine Stanzmaschine vom Typ Aries 245, die erste dieser Art in Europa, hinzu. Das Unternehmen wuchs rasant. In kurzer Zeit folgten weitere Fertigungshallen und eine Lackiererei. Bereits fünf Jahre nach der Unternehmensgründung zählte IMG 20 Arbeitsplätze. Mit der Fertigung von Autokranteilen für die Firma Faun kam 1996 ein weiterer Großkunde hinzu. Ein Hochregallager und weitere Montagehallen setzten Zeichen für Expansion.

Tiefschläge überwunden


2003 schlug eine Rezession zu. Die Arbeitsplätze schrumpften auf 60. 2011 und 2012 waren dagegen Spitzenjahre mit 180 Mitarbeitern. Damals reifte der Gedanke, eine zweistöckige Produktionshalle mit Verladerampe zu erstellen. Kurz darauf, 2013, traf es die IMG erneut hart. Siemens trennte sich vom Geschäftsfeld Solar, gleichzeitig war auch das Geschäft mit der Windkraft und Offshore-Anlagen rückläufig. Die Umsätze gingen um 25 Prozent zurück, ein Viertel der Jobs fiel weg.

Dennoch wurde weiter investiert, etwa in eine neue Nasslackier- und Pulveranlage, was nicht nur die Durchlaufgeschwindigkeit der Teile, sondern auch die Flexibilität deutlich erhöhte. Auch der gesamte Schweißbereich nahm zu. Mitte 2014 hatte das Unternehmen das Tief überwunden. Dank der Schweißzulassung sowie der neu errichteten Lackieranlage konnte es auch Aufträge mit mehreren Jahren Laufzeit gewinnen.

Noch in diesem Jahr sollen der Sägeraum und die Schweißerei fertig werden. Im Jubiläumsjahr beschäftigt das Unternehmen knapp 150 Mitarbeiter. Zum Geburtstag wurden auch ein neuer Internetauftritt und eine Multi-Media-Broschüre umgesetzt. Bei einer Feier für die Beschäftigten und ihre Partner würdigte Geschäftsführer Reinhold Wagner den Fleiß und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter.
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