Auszeichnungen für treue Mitglieder der SPD - Rainer Fischer warnt vor Fusion - Aktuelles aus ...
Eine große Stütze für den Ortsverein

Die SPD Mähring ehrte zwei langjährige Mitglieder für die Treue. Im Bild (von links): Uwe-Karsten Mühlenbeck (50 Jahre), Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Gudula Schinagl (40 Jahre), Kreisvorsitzender Rainer Fischer und Ortsvorsitzende Renate Mühlenbeck. Bild: wg
Lokales
Mähring
12.11.2015
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Die Ehrung langjähriger Mitglieder stand im Mittelpunkt der Versammlung des SPD-Ortsvereins Mähring. Gemeinsam mit Kreisvorsitzenden Rainer Fischer und Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl übergab Ortsvorsitzende Renate Mühlenbeck Urkunden und Treuenadeln für 40 und 50 Jahre Mitgliedschaft.

"Wir haben heute einen schönen Anlass zu einer Feierstunde: Wir wollen langjährige Mitglieder ehren", betonte Rainer Fischer bei dem Treffen im Gasthof "Rosenbühl". Gudula Schinagl ist 1972 zur SPD gestoßen - es war ein "Traumjahr" für die SPD, man konnte den Kanzler stellen, wusste Rainer Fischer. Mehr als 40 Jahre sei Gudula Schinagl eine große Stütze des Ortsvereins gewesen.

Seit 50 Jahren ist Uwe-Karsten Mühlenbeck ein treues Mitglied der SPD, er kam 1965 zu den Sozialdemokraten. In dem Jahr wurde Rabin ermordet, es gab erste massive Kriegshandlungen der Amerikaner in Vietnam, Erhard blieb Kanzler. "Ein Jahr später war die Regierung am Ende, die FDP schied aus der Regierung aus und es kam die erste große Koalition." "Die SPD könne nie regieren, hieß es damals." Auch Uwe-Karsten Mühlenbeck hielt der SPD die Treue. "Bleib uns gewogen", bat Fischer den Jubilar, denn "Reibung erzeugt auch Wärme".

Anschließend informierte der Kreisvorsitzende die Anwesenden über aktuelle Themen aus dem Landkreis und der großen Politik, es wurde rege diskutiert. Fischer erinnerte auch an die Agenda, "die der SPD wirklich weh tat, auch wenn sie in Teilen sicher gut und sinnvoll war." "Wir haben viele Mitglieder verloren, zum Teil mit Tränen in den Augen kündigten treue Mitglieder nach 20, 30 Jahren Zugehörigkeit." Vor allem die Mehrwertsteuer, die gleich drei Prozente anstieg, nahmen die Mitglieder der SPD übel. "Unser Wähler sind nun mal Arbeitnehmer und der kleine Mittelstand, das traf sie alle."

Für Wiederbelebung

Auch jetzt gebe es wieder dramatische Mitgliederverluste - überall, auch in Mähring. Fischer warnte aber vor einer Fusionierung mit einem anderen Ortsverein oder gar Auflösung. "Meistens klappt das nicht gut und auch eine spätere Wiedergründung findet nicht statt." Statt dessen warb er um Wiederbelebung. "Ihr habt immer noch mehr Mitglieder als zum Beispiel Neualbenreuth", wusste der Kreisvorsitzende, der seit 12 Jahren im Amt ist. Renate Mühlenbeck will bei den nächsten Wahlen den Vorsitz abgeben und nur noch als Kassierin mitarbeiten. An der Arbeit solle es nicht scheitern, so Fischer, der die Mithilfe des Kreisverbandes und seine eigene Unterstützung zusicherte. Fischer ging auf die zurückliegenden Wahlen im Landkreis ein, die Kreistagswahl und die "ungleiche" Sitzverteilung mit dem westlichen Landkreisteil. Problematisch sei manchmal schon die Aufstellung einer Liste. In manchen Orten klappt es hervorragend, auch Nichtmitglieder reinzunehmen, in Mähring scheiterte man damit, so dass die SPD nun nicht mehr im Gemeinderat vertreten ist.
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