Ein Oscar für die beste Ausrede

Die Gardetanzgruppe der Mähringer Faschingsgesellschaft "Rosamunde". Bilder: kro (4)
Lokales
Mähring
20.01.2015
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Hollywood am Grenzkamm: In Mähring waren die goldenen Statuen zwar nicht echt, das Programm aber durchaus filmreif.

Ein Hauch von Hollywood zog am Samstagabend durch die Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Rosamunde im Pfarr- und Jugendheim. Erstmals wurde in sechs Kategorien der weltberühmte "Oskar" verliehen. Freilich wurde den Besuchern auch eine Reihe von rassigen Tänzen geboten. Als Gäste wirkten die Wiesauer Faschingsgesellschaft "Weiß-Blau" mit.

Durch den kurzweiligen Abend führte Erwin Jaspers, unterstützt von Reinhard Müller, während die "Oscar"-Verleihung Christian Müller, begleitet von seiner Assistentin Chantal (Christian Beer) durchgeführt wurde. Für den musikalischen Part war Alleinunterhalter Manfred Raschke zuständig, der mit so manchen "Gassenhauer" für Stimmung sorgte.

Für Lebenswerk

Den ersten Oscar an diesem Abend erhielt der Bayerische Rundfunk, der jedoch in Abwesenheit verliehen wurde, für dessen glorreichen Film "Schöne Oberpfalz". Der Oscar soll nach München nachgeschickt werden. Der zweite Oscar des Abends ging an die Marktgemeinde Mähring. Der war es gelungen für 102 135 Euro eine neue Brücke in Dippersreuth errichten zu lassen und am Ende nach Abzug der Zuschüsse nur 135 Euro zu bezahlen. "Chantal" und Christian Müller überreichten bei der Prunksitzung der Faschingsgesellschaft "Rosamunde" den Oscar an 2. Bürgermeister Walter Frank. Bürgermeister Josef Schmidkonz war verhindert. In der Kategorie "Beste Autorin" wäre NT-Mitarbeiterin Gisela Wildner vorgesehen gewesen, weil sie in ihren Berichten aus einem Dorf-Event ein Weltereignis mache. Nachdem sie krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, erhielt den Oscar in diesem Bereich Resi Beer für ihre spannenden Geschichten. Ein weiterer Oscar ging an das "Nick-Negerl" für sein Lebenswerk, und in der Kategorie "Beste Ausrede" an die eigene Faschingsgesellschaft Rosamunde, weil in diesem Jahr kein Prinzenpaar gefunden wurde.

Dazu Präsident Heinz Kilian vielsagend: "Der Fasching ist noch lang, vielleicht finden wir doch noch ein Prinzenpaar". Den sechsten Oscar erhielt in der Kategorie "Nachwuchs" die Jugendbeauftragte der Gemeinde, Elvira Gmeiner, stellvertretend für die Ortschaft Poppenreuth, weil dort es dort im vergangenen Jahr so viele Neugeborene, wie schon lange nicht mehr gegeben hat.

Zackige Gardetänze

Rund 70 Mitwirkende boten so manchen zackigen Gardetanz, aber auch glamourösen und originellen Schautanz. Die Funkenmariechen Vanessa (Rosamunde) und Tamia (Blau-Weiß Wiesau) boten jeweils einen feurigen Tanz, ebenso die Prinzen- und die Jugendgarde. Das "Hofstaatballett" aus Wiesau "zelebrierte" ein ebenso lustigen Schautanz wie zu späterer Stunde das Mähringer Männerballett. Als Hausmeister sorgte zudem Marcus Kilian für die entsprechende Ordnung und Disziplin im Saal und beim Publikum.
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