Gedichte, Anekdoten, Lieder

Lokales
Mähring
30.07.2015
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Einige Besucher waren zum ersten Mal dabei und waren begeistert von der lockeren Stimmung. Außerdem unterhielten sich alle "wöi ihnen der Schnobl g'wachsn is": Denn beim Hutzaabend wird Dialekt gesprochen.

Der 22. Hutzaabend des katholischen Frauenbundes war ein Glanzlicht für die Plan-Weseritzer, aber auch für Urlauber, Gäste und Einheimische. Etwas Besonderes sind die Hutza-Speisen: Es gibt Hausmannskost, die man nicht überall bekommt. Schon eine Stunde vor Beginn kamen die ersten Besucher ins Jugendheim.

Für den Frauenbund sagte Rosa Schöner ein "herzliches Grüß Gott", nannte besonders den "Wogner Bepp" mit seinem Akkordeon und die Musik- und Gesangsgruppe des Bundes der Vertriebenen aus Biebesheim-Dornheim in Hessen unter Leitung von Rudi Mohr. Das Ensemble trägt schon seit Jahren zum Programm bei, mit Auftritten und typischen Egerländer Liedern.

Es ging Schlag auf Schlag

Dann ging es Schlag auf Schlag mit einem kurzweiligen und unterhaltsamen Programm. Es gab viele Einlagen - Geschichten, Gedichte, Anekdoten und auch Lieder aus Böhmen, dem Egerland und Bayern. Zu den mutigen Besuchern, die sich auf die Bühne wagten, gehörte Anna Löffler. Die Mutter der Heimatkreisvorsitzenden gab mehrere Wortbeiträge zum Besten, etwa über "Die Vertreibung aus dem Paradies auf böhmisch". Wie alle Jahre war auch wieder Gretl Funk mit lustigen und humorvollen Geschichten dabei, etwa über manche Zipperlein und Krankheiten oder Erlebnisse bei Ärzten.

Anna Brandstätter - eine der ältesten Besucherinnen des Hutzaabends - erzählte vom "Älterwerden" und davon wie es ist, Dinge zu vergessen. "Ower des passiert a Jingern!", wusste sie. Außerdem hatte sie sich einige Gedanken zum Anna-Fest gemacht. "Manchmal moin ich, es wird wieda alles goud, ower jeds Joa wern d'Leit weniger und ma soucht umasinst ..." Ihr Fazit: "Sur lang wias gäiht, foarn ma af Mähring und geb'n unser St. Anna-Fest niat aaf."

Eine weitere Attraktionen war der Film der Mainzer Universität, der von Bruno Klemsche vorgeführt wurde. Er war gern zum Hutzaabend gekommen, ebenso gern wie seine Frau Regine Löffler-Klemsche, Ehrenvorsitzender Rudi Albustin mit Frau oder Karl Schneider von den ehemaligen Bewohnern von Lohhäuser. Der Titel des Films, den die Studenten der Mainzer Universität mit ihrem Professor Simon gedreht haben, lautet "Lass Dir die Fremde zur Heimat, aber die Heimat nicht zur Fremde werden."

Europaweit bekannt

Laut Regine Löffler-Klemsche ist der Heimatkreis sehr dankbar für diesen Film, der die St. Anna-Wallfahrt europaweit bekannt gemacht hat, da er auf einem Symposium vorgestellt worden war. "Sie haben damit viel für uns getan."
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