Heilung durch Verzweiflung

Lokales
Mähring
13.11.2015
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Viele Jahre haben die Mähringer ohne Theater auskommen müssen. Nachdem sich die Laienschaupieler wieder an ein Lustspiel wagten, dankten es die Bürger mit einem "ausverkauften Haus".

Erstmals seit 15 Jahren wurde im Ort wieder Theater gespielt! Die neu gegründete "Laienspielgruppe St.Katharina" freute sich schon bei der Premiere am Sonntagnachmittag über ein ausverkauftes Haus, auch die Abendvorstellung war sehr gut besucht. Die dritte und letzte Vorstellung gibt es am 22. November. "Im Schrank ist der Teufel los" heißt das ländliche Lustspiel in drei Akten, bei dem sich das Publikum bestens amüsierte und nicht mit Applaus für die Darsteller sparte. Regisseur Manfred Raschke spielte ebenfalls eine Rolle in dem Theaterstück von Andrea Döring, das an die örtlichen Begebenheiten angepasst worden war. 16 Mitglieder der Schauspielgruppe kamen beim ersten Theaterstück als Schauspieler, Regisseur und Souffleusen zum Einsatz. Zur Handlung: Richard Pielmeier, der Vater des Wirts (Gerhard Schöner), ist genervt von seinem Sohn, der den ganzen Tag nur jammert. Er denkt sogar über "Erziehungsmaßnahmen" nach, warnt Sohnemann Werner (Harald Kaiser) vor dessen Frau Karin (Melanie Kaiser), die "wie ein Tornado durchs Haus fegt", wenn er nicht endlich arbeitet. Doch Werner ist ständig krank. In einem Medizinbuch findet er immer wieder einen Grund, warum es ihm schlecht geht. "Hoffentlich überlebe ich das", klagt er seinem besten Freund und Nachbarn Robert Rossmann (Franz Schöner), der bereitwillig mit dem Wirt "mit leidet" und dann ebenfalls krank nach Hause geht. Die Ehefrauen der beiden, Karin und Birgit, können das Jammern nicht mehr hören. Gemeinsam mit Birgits Tante Kathl Haller (Carola Sporrer), die für sechs Wochen zu Besuch kommt, suchen sie ein "Gegenmittel" und Heilungsmethoden für die beiden Hypochonder. "Da hilft nur pure Angst und Verzweiflung, außerdem Kamillentee und eine gute Pflege!

Spurlos verschwunden

In der "guten Stube" des Wirts steht ein Schrank, in dem - im wahrsten Sinne des Wortes - der Teufel los ist! Zuerst verschwindet Magd Elli (Jenny Raschke) mit einer Flasche Bier im Schrank! Als man sie im Schrank sucht, ist sie aber spurlos verschwunden. Es folgt ein munteres Kommen und Gehen. Der Vater des Wirts verschwindet darin ebenso wie Handwerker Jochen (Markus Wild), der im Schrank mehr Ablageflächen einbauen soll, die Stammgäste Harald (Christian Müller), der noch immer ledige Charly (Manfred Raschke) und Gustav (Rudi Kraus).

Das treibt Wirt Werner und Freund Robert beinahe zum Wahnsinn, die glauben schon an Geister! Schließlich schaut Tante Kathl selber im Schrank nach - und verschwindet ebenfalls! Der Schrank hat, wie sich am Ende heraus stellt, sogar hexerische Heilkraft! Wie es weitergeht wird hier nicht verraten. Nur soviel: Wie bei jedem Lustspiel gibt es am Ende (mindestens) ein Happy-End!

Letzte Aufführung am Sonntag, 22. November, um 20 Uhr im Pfarr- und Jugendheim. Eintritt an der Abendkasse 5 Euro, Einlass ab 19 Uhr. In den Pausen gibt es Kleinigkeiten zu Essen und einen Getränkeverkauf.
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