Keime im Trinkwasser

Symbolbild: dpa
Lokales
Mähring
07.12.2015
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Sauberes Wasser ist eine fast selbstverständliche Ware. Nicht in der Gemeinde Mähring. Nachdem eine bakterielle Verunreinigung in den Quellen festgestellt wurde, muss das wertvolle Nass vor dem Gebrauch abgekocht werden.

Bereits am vergangenen Freitag ist der Bescheid des Landratsamtes in der Gemeinde eingegangen. Dort hat man schnell reagiert und zur Information der Bürger einen direkten Weg gewählt. Per Handzettel sind die Bewohner in Asch, Griesbach, Redenbach, Groppenmühle, Mähring, Treppenstein, Neumühle, Großkonreuth, Poppenreuth, Hiltershof und Reisach über die Verunreinigung benachrichtigt worden. Auf eine Nutzung weiterer Medien hat Bürgermeister Josef Schmidkonz verzichtet. Seitdem müssen die Bewohner das Trinkwasser aus Vorsorgegründen abkochen. Das gilt für Wasser, das zum Trinken, Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Zähneputzen oder zur Reinigung von Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, verwendet wird.

Drei Minuten kochen

"Alle krankheitserregenden Mikroorganismen werden zerstört, wenn das Wasser mindestens 3 Minuten gekocht wird", steht in dem Handzettel an alle Haushalte. Auf Nachfrage bestätigt das Landratsamt, dass im Zuge einer regulären Überprüfung des Trinkwassers Anfang vergangener Woche eine Belastung mit Mikroorganismen festgestellt wurde. "Es sind drei Arten von Keimen gefunden worden", teilte Landratsamts-Pressesprecher Walter Brucker mit, darunter coliforme Bakterien sowie Enterokokken. Grundsätzlich müssen diese Werte in Trinkwasser "0" betragen. Bei der Untersuchung durch das Gesundheitsamt seien Werte in einstelligen Bereich festgestellt worden. Nach diesem Ergebnis informierte das Gesundheitsamt den Sachbereich "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" und von dort folgte der Bescheid für die Gemeinde.

Bei der Verunreinigung hält Schmidkonz den Starkregen für eine mögliche Ursache. Immerhin seien in den zurückliegenden zehn Tagen rund 210 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Nach dem Bescheid hätte die Gemeinde als Betreiber der Wasserversorgung die Einwohner in den genannten Orten sofort per Handzettel informiert.

Weitere Beprobung

Dabei müssen sich die Bürger darauf einstellen, dass sie noch einige Zeit das Trinkwasser abkochen. "Es folgen weitere Untersuchungen", schildert Brucker die nächsten Schritte. Erst wenn drei Beprobungen nacheinander wieder einen Belastungswert von "0" feststellen, werde Entwarnung gegeben. Am morgigen Mittwoch liegen voraussichtlich die neuesten Ergebnisse vor.
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