Mit Tatkraft und Ideen

Anerkennung und Präsente hatten die Ehrengäste für den Frauenbund Mähring mitgebracht. Bürgermeister Josef Schmidkonz überreichte den Ehrenteller der Gemeinde (von links): Josef Schmidkonz, 2. Vorsitzende Brigitte Hoffmann, Schatzmeisterin Roswitha Riedl, Vorsitzende Erna Weis, stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl und Bezirksvorsitzende Margareta Nies. Bild: wg
Lokales
Mähring
21.10.2015
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60 Jahre gibt es den Katholischen Frauenbund in Mähring. Seitdem haben die Mitglieder viel Gutes getan für die Pfarrei, für die Dorfgemeinschaft, aber auch für Menschen, die Hilfe brauchen.

Bei der Jubiläumsfeier im Pfarr- und Jugendheim bedankten sich Pfarrer und Bürgermeister für die segensreiche Arbeit. Vorsitzende Erna Weis freute sich, zum Jubiläum unter den Ehrengästen auch Luitgard Hartl vom Diözesanverband und Margareta Nies vom Bezirksverband begrüßen zu können. Hildegard Kraus umrahmte die Feier musikalisch mit der Veeh-Harfe.

"Viele Frauen haben sich für den Verband stark gemacht, haben Ideen und Idealismus, ihre Arbeit und Tatkraft eingebracht", bedankte sich stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl. Es sei eine Gemeinschaft entstanden, die das Verstehen und Zusammenleben erleichtert. Hier werde der Glauben im Alltag gelebt. Luitgard Hartl erinnerte an die Gründerzeit in Regensburg, wo vieles bis heute auf den Frauenbund zurückgeht - auch wenn das nur noch die Wenigsten wissen: Lesestunden für Kinder, Essen für Bedürftige, Bahnhofsmission, Rechtsschutzstelle oder Berufsberatung für Frauen ab 1914, Nähstube, Eheberatung, Geldsammlung für die Müttererholung (ab 1935).

Seit 2003 gebe es den KDFB-Kaffee, Kleinkredite für Frauen in Honduras, Kampf für Kindererziehungszeiten, gegen Zwangsprostitution, für gleiche Bezahlung für Mann und Frau oder den Wiedereinstieg in den Beruf. Thema der Bezirksbildungskonferenzen heuer sei "Lebzeiten". Frauen sollten Träume verwirklichen und sich nicht selbst im Weg stehen. "Wir müssen entscheiden, was uns wichtig ist - wir können nicht alles in unsere Lebenszeit reinpacken!" Mit 61 000 Mitglieder sei der Diözesanverband Regensburg mit 469 Zweigvereinen der größte Diözesanverband. 190 000 Mitglieder zählt Bayern, im Bund sind es 220 000.

Engagierte Frauen

Hartl wünschte dem Jubelverein weiter mutige und engagierte Frauen sowie gegenseitiges Verständnis und Harmonie. Die Vertreterin des Diözesanverbandes gratulierte ebenso wie Bezirksvorsitzende Margareta Nies mit einem Scheck für Schatzmeisterin Roswitha Riedl. Bürgermeister Josef Schmidkonz würdigte die Leistung der Frauen in der Marktgemeinde. "Ohne sie wäre vieles nicht denkbar." Eine besondere Hilfe seien die Frauen bei der Renovierung des alten Rathauses gewesen, die sie mit Rat und Tat und auch Geldspenden unterstützten. Außerdem gestalten die Frauen das Dorfleben aktiv mit, wirken in Kirche und Gemeinde.

Erna Weis bedankte sich bei Bezirksbeirat Pfarrer Anton Witt für die eindrucksvolle Meditation. Ortsgeistlicher Ludwig Steinhauser verwies noch einmal darauf, welch eindrucksvolle Arbeit durch die Mitglieder in den langen Jahren seit der Gründung geschehen ist und wie die Pfarrgemeinde dadurch bereichert und unterstützt wurde. "Alle Ereignisse werden maßgeblich vom Frauenbund mit gestaltet." Am meisten beeindruckt hat Steinhauser das Mitwirken bzw. die Initiative zu den Gebetsabenden, die in den Sommermonaten durchgeführt werden. Gerade hier vor Ort erlebten die Menschen, was es heißt, an der Grenze leben zu müssen und die Menschen jenseits der Grenze nicht mehr treffen zu dürfen. Eine schlimme Zeit, in der auch Priester "unerwünschte Personen" waren und nicht reisen durften.

Dank und Segen

Die Vertriebenen durften nicht mehr in ihre Heimat und beteten deshalb am Pfaffenbühl in Mähring. Er konnte die Wallfahrten alle Jahre begleiten und war erleichtert, als man wieder über die Grenze pilgern durfte. Der erste Gottesdienst in der Anna-Kirche in Plan war ein unvergessliches Erlebnis, betonte Steinhauser. In den Segen für die Frauen nahm er deshalb den Dank mit hinein.
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