Regen bringt Museum Segen

Lokales
Mähring
12.10.2015
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Lange hat es gedauert, bis das alte Rathaus aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist. Aber jetzt haben die Beteiligten allen Grund zum Strahlen: Das "Gelebte Museum" in historischen Mauern ist Wirklichkeit.

Den strömenden Regen zur Einweihung nahmen die Ehrengäste unter schützenden Zeltdächern mit Humor. "Ich habe zwar Weihwasser mitgebracht, aber Gott schickt uns zusätzlich Wasser von oben", lachte Pfarrer Dr. Charles Ifemeje, der die Segnung vornahm. Die musikalische Umrahmung der Feier und des Festbetriebs übernahm die Großkonreuther Blasmusik. "Erleuchte alle, die hier arbeiten und wirken", erbat der Geistliche Gottes Segen. Der Mensch sei ein soziales Wesen, er lebe jetzt, schaue zurück, wisse um das Gestern und plane für die Zukunft. Das Haus sei 1829 als Schulhaus gebaut worden, nun seien die Einweihungsgäste hier und nach ihnen würden noch viele andere kommen. "Alles hat seine Zeit: das Lachen und das Weinen, die Arbeit und das Feiern", wünschte er sich einen Ort der Begegnungen.

Plan-Weseritzer dabei

Bürgermeister Josef Schmidkonz freute sich, dass der Wunsch vieler Bürger nach mehr als 25 Jahren endlich in Erfüllung ging. Als die Dorferneuerung 1989 ins Leben gerufen wurde, war es für die Mähringer der wichtigste Schwerpunkt, ihr ehemaliges Schul- und Rathaus zu sanieren. Das Gemeindeoberhaupt war stolz darauf, das bis 1978 als Rathaus genutzte Gebäude wieder aus seinem Dornröschenschlaf geweckt zu haben. Stolz sein könne auch der Heimatkreis Plan-Weseritz, der hier seit 63 Jahren eine dritte Heimat gefunden habe mit seinen Wallfahrern.

Dank sagte Schmidkonz allen, die den "Raum der Begegnung" nutzen werden. Auch grenzüberschreitende Arbeitstreffen sind möglich. "Ich wünsche mir viele Besucher und Begegnungen, damit das Gelebte Museum auch belebt wird." Ein Geschenk gab es für Koordinator Franz Schöner, seine Frau erhielt Blumen.

Landrat Wolfgang Lippert gratulierte zur gelungenen Sanierung: "Es wurde etwas Wunderbares geschaffen." Als Museum werde die Begegnungsstätte auch dem Tourismus zugute kommen. Als Überraschung hatte Lippert einen 500-Euro-Scheck von der Sparkassen-Stiftung dabei. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß gratulierte auch im Namen der Bundestagsabgeordneten Reiner Meier und Albert Rupprecht zur Gemeinschaftsleistung. Dieses Engagement sei aus vielen Töpfen gefördert worden, "damit die Bürger ihr Bürgerhaus bekommen". Um eine Belebung war ihm nicht bange, denn in Mähring gehöre die Pflege einer guten Nachbarschaft - auch mit Tschechien - "zum Tagesgeschäft".

Immer genug Helfer

"Viel Freude mit dem Museum und Dank für die gute Zusammenarbeit", sagte Architekt Ulrich Greiner und überreichte einen überdimensionalen Schlüssel an Bürgermeister Schmidkonz. Er lobte die enorme Leistungsbereitschaft der Mähringer, die nicht nur den Putz abgeschlagen und Schutt verräumt hätten. "Ich hatte anfangs meine Bedenken, aber es hat immer alles geklappt, es waren immer Leute bereit."
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