"Schatzsuche" im Vulkanboden

Insgesamt 32 Buben und Mädchen aus den Gemeinden Mähring und Neualbenreuth waren beim Ferienprogramm "Mineralien sammeln" dabei. Nach der Besichtigung des Mineralienmuseums von Ferdinand Wagner folgte dann ein Ausflug zu einem erloschenen Vulkan nahe Stríbro. Bild: wg
Lokales
Mähring
27.08.2015
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Goldnuggets fanden die Kinder bei ihrem Ausflug ins Nachbarland keine. Die Exkursion zu einem Vulkan nahe Stríbro konnte die jungen Mineralienforscher dennoch vollauf begeistern.

18 Buben und Mädchen aus der Marktgemeinde sowie 14 Kinder aus Neualbenreuth waren am Samstag zum Ferienprogramm "Mineralien sammeln" gekommen. Erste Station war das Mineralienmuseum, in dem Ferdinand Wagner Gesteine aller Art, die er von seinen Exkursionen aus Frankreich oder Amerika mitgebracht hat. Seine Hauptfundstellen liegen allerdings in Oberfranken, der Oberpfalz und im benachbarten Tschechien. Besonders interessant fanden die Kinder natürlich die Goldnuggets.

Schacht und Stollen

Vom Fachmann erfuhren die Buben und Mädchen auch einiges über Bergwerke: Ein Schacht verläuft senkrecht und ein Stollen waagrecht. Einen Grubenwagen, alte Grubenleuchten, Eisenkessel und eine alte Uniform der Bergleute konnten ebenfalls im Museum bestaunt werden. Ferdinand Wagner zeigte den Teilnehmern und ihren Eltern und Großeltern auch verschiedene "Hornblenden" - dieses Mineral findet man im Zungenbereich von Vulkanen! Durch den Lava-Strom lief es den Vulkan hinunter und verwitterte. Genau diese Hornblende konnten die Ferienkinder dann bei der Exkursion auf einen Vulkan in Tschechien nahe Stríbro suchen und finden.

Claim abstecken

Die meisten waren bestens ausgerüstet - alle anderen bekamen von Ferdinand Wagner Spaten, Hammer, Spitzhacke und Eimer oder Plastiktüten, um ihre Funde einzupacken. Nach einem kurzen Fußmarsch wurde der Rand des Kraters erreicht. Die Kinder und Erwachsenen wurden in kleine Teams eingeteilt, jeder durfte seinen eigenen Claim abstecken und - nachdem die Erwachsenen die Vorarbeit geleistet hatten - fleißig im Erdreich buddeln, graben und sieben. In nicht einmal 40 cm Tiefe wurden die Buben und Mädchen fündig. Da gab es "Muttergestein" (porös) der Lava zu finden - zum Teil waren dort die glänzenden schwarzen Mineralien eingeschlossen, aber auch richtig dicke Brocken an reinen Hornblenden! Die drei Kinder, die die größten Mineralien hatten, erhielten am Ende einen der drei Siegerpreise, die Ferdinand Wagner mitgebracht hatte. Ferdinand Wagner gab den Kindern noch etliche Tipps, wie sie die Mineralien behandeln müssen, damit sie wunderbar glänzen. Als kleines Highlight am Nachmittag wurde dann noch zu einer anderen Fundstelle gefahren, wo es tolle Quarze zu finden gab.

Freude über Funde

Nicht nur den Ferienkindern hatte dieser erlebnisreiche Tag gefallen, auch die Eltern und Großväter buddelten gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln in der Erde und freuten sich über ihre Funde!
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