Schmuckstück für ganzen Ort

Aus dem alten Rathaus in Mähring ist nach der Sanierung ein wahres Schmuckstück geworden. Als gelebtes Museum soll es auch den Vereinen zur Verfügung stehen. Am Freitag erfolgt die Einweihung. Bild: wg
Lokales
Mähring
07.10.2015
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Fast 200 Jahre Geschichte hat das alte Schulhaus "auf dem Buckel". Nach der Sanierung sind ihm die nicht anzusehen. Zur feierlichen Einweihung am Samstag wollte auch Finanzminister Dr. Markus Söder kommen. Doch den halten wichtige Gespräche zur Flüchtlingssituation in München fest.

Vor sechs Jahren hat die Marktgemeinde die Sanierung des betagten Gebäudes (zur Historie eigener Bericht) begonnen. In mehreren Abschnitten wurde das 1829 erbaute ehemalige Schulhaus von einer "Ruine" wieder in ein Schmuckstück verwandelt.

Im ersten Bauabschnitt wurden bis Dezember 2010 unter anderem Dach, Fenster und der Außenputz erneuert. Im 2. Bauabschnitt folgte von Januar bis Juni dieses Jahres die Innensanierung. Bei allen Arbeiten waren vornehmlich einheimische Firmen beteiligt. Zudem haben rund 100 Mähringer Bürger 4600 Stunden Eigenleistungen erbracht. Der jüngste Helfer war sieben, der älteste ein Rentner im Alter von 80 Jahren! Am Ende summierte sich das Projekt dann auf rund 810 000 Euro. Erst diverse Förderungen und Spenden ermöglichten die Sanierung. Entstanden ist im ehemaligen Schul- und Rathaus nun ein attraktives "gelebtes Museum". Das Konzept erstellt Dr. Josef Paukner. In dem Gebäude sind seit den 80er Jahren mehrere Vereine untergebracht. Ihnen stehen jetzt moderne Räume zur Verfügung.

Feste Öffnungszeiten

Nach der Einweihung soll der museale Teil des "Gelebten Museums" voraussichtlich zweimal wöchentlich (Mittwoch/Sonntag) von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein und Führungen durch geschultes, ehrenamtliches Personal übernommen werden. Die erste Ausstellung hat das Thema "25 Jahre Grenzöffnung". 2016 folgt "Unsere schöne Region" - ein grenzüberschreitender Fotowettbewerb.

Der museale Teil des Projekts, der von den Lohhäusern, den Plan-Weseritzern und dem Heimatverein gestaltet ist, wird durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet und soll den Besuchern einen Eindruck von der Geschichte der Grenzregion geben. In den verschiedenen "Stuben" werden unterschiedliche Aspekte vom "Leben an der Grenze" beleuchtet. Der "Begegnungsraum" im Erdgeschoss soll ein zentraler Anlaufpunkt im Herzen des Orts werden. Dabei können auch Vereine das Haus für verschiedenste Anlässe nutzen.
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