Stets ein "Draht" zur Jugend

Hermann Ries ist seit 44 Jahren beim Schützenverein "Linda" Mähring und war in dieser Zeit Trainer, Jugendleiter, Mannschaftsführer, Sportleiter, 2. Vorstand und Vorstand, außerdem Bauleiter beim Schützenheimbau. Nun wurde er für seine Verdienste zum Ehrenschützenmeister ernannt. Im Bild (von links) 1. Schützenmeisterin Gabi Zintl, Ehrenschützenmeister Hermann Ries und Kassier Dieter Beer. Bild: wg
Lokales
Mähring
02.04.2015
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In vielen Ämtern hat Hermann Ries den Linda-Schützen zur Seite gestanden. Unter anderem als Trainer, Bauleiter und auch Vorstand. Dafür wurde er jetzt zum Ehrenschützenmeister ernannt.

"Linda"-Vorsitzende Gabi Zintl freute sich, eine Aufgabe zu übernehmen, die zu den schönsten im Leben eines Vorstandes gehört: Die Auszeichnung eines verdienten Mitglieds. Gemeinsam mit Kassier Dieter Beer, der die Laudatio hielt, ernannte sie Hermann Ries für seine Verdienste um den Schützenverein zum Ehrenschützenmeister.

Selbst aktive Schütze

1971 trat Hermann Ries dem Verein bei und übernahm 1975, mit 27 Jahren, das Amt des 2. Vorstandes. Er war damals aktiver Schütze im Luftgewehr und mit der Pistole. Mit Vorstand Horst Scholz begann er 1984 mit dem Bau des Schützenheims. Ab 1987 bekleidete Ries das Amt des 1. Schützenmeisters, das er nach 15 Jahren an Gabi Zintl abgab.

Hermann hatte schon immer einen Draht zur Schützenjugend. Mit großer Geduld lehrte er der Jugend den Umgang mit der Waffe. Seit einem halben Jahr ist Hermann Ries wieder aktiv am Stand und trainiert die Jüngsten, darunter seine Enkel Moritz (Jugendkönig 2015) und Elena. "Und was wird danach trainiert? Zuerst war es das böhmische Watten und seit neuestem lehrt endlich einmal wieder einer den Jungen das Schafkopfen", freute sich Gabi Zintl. "Lieber Hermann, du hast viel für uns getan." Zum Dank überreicht Gabi Zintl ihm im Namen des Schützenvereins die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorstand.

Dieter Beer hatte viele Informationen zum "Werdegang" von Hermann Ries zusammengetragen. Als 2. Vorstand hatte Ries auch die Funktion des Sportleiters auszuüben. "Stets war er bemüht, uns Schützen, besonders den Jungschützen, das Sportschießen näher zu bringen."

Gute Grundausbildung

In dieser Ära begann die "Jugendarbeit", die bis heute im Vordergrund steht. Als Jungschützen begannen unter ihm Norbert Freundl, Reinhard Beer, Franz Prell und Werner Vogl, teilweise schon mit eigenen Gewehren. Auch Peter Zintl, Herbert Blei, Roland Lanzendörfer und Gabi Zintl "genossen" seine sehr gute Grundausbildung. Bei den Rundenwettkämpfen leitete Ries mit dem Einsatz der Jugend eine sportliche Wende ein. Aus der Mannschaft in der C-Klasse, Gruppe 3, wurde sehr schnell ein Erfolgsteam, das seinen Weg in höhere Gauklassen antrat.

Daneben war Ries "Bauleiter" beim Schützenheimbau. "Er brachte viele Ideen ein und der Verein konnte 1986 ein modernes und noch heute zweckmäßiges Schützenheim einweihen", so Beer. Und als nach 16 Jahren Amtszeit Horst Scholz ein Nachfolger gesucht wurde, kam als ersten Vorschlag sofort Hermann Ries. 1987 wurde er zum 1. Schützenmeister gewählt. "15 Jahre, bis 2002, leitete Hermann mit Erfolg unseren Verein." In seiner Zeit als Vorsitzender ging es gesellschaftlich wie sportlich rasant weiter: 1988 Durchführung der ersten Marktmeisterschaft, Gründung einer Luftpistolenmannschaft, Aufstieg der 1. LG in die Bezirksliga, 1992 Aufstieg der LP in die Bezirksliga. Hermann Ries war überrascht und erfreut zugleich. "Ich würde den gleichen Weg wieder einschlagen." Dank sagte Ries dem Vorstand für die Unterstützung.

Obolus für Gewehr

Er habe schwere und freudige Zeiten erlebt, so Ries. "Es war nicht vergebens, sondern die Zukunft." Spontan sicherte er zu, einen Obolus für das benötigte Jugendgewehr zu geben.
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