Wehe, wenn sie losgelassen

Ein farbenfrohes Bild gaben beim Weiberfasching in Mähring diese Damen ab, die sich tolle Kostümierungen ausgedacht hatten.
Lokales
Mähring
09.02.2015
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Der "Weiberfasching" am Grenzkamm ist alle Jahre ein Höhepunkt der "fünften Jahreszeit". Auch heuer wieder begeisterte der Katholische Frauenbund das zum Teil weit angereiste Publikum mit vielen tollen Attraktionen. Das lockt Besucher bis aus Prag.

Beim "Weiberfasching" haben Männer keinen Zutritt - bis auf die beteiligten "Akteure", wie Alleinunterhalter Manfred Raschke, das Männerballett oder Pfarrer Dr. Charles Ifemeje aus Griesbach, der wie alle Jahre seit seinem Amtsantritt kostümiert "hereinschneite" und auch kräftig das Tanzbein schwang.

Auf der Tanzfläche tummelten sich schon bald viele "närrische Weiber", mit denen der Musikus leichtes Spiel hatte bei den vielen Tanz- und Schunkelrunden. Alle hatten gute Laune mitgebracht und machten auch bei der Polonaise durch den Saal begeistert mit.

Mit dabei waren Stars wie "Heino", "Nana Mouskouri", "Gitte und Erika" oder "Katja Ebstein" und "Conny Froboess". Vorsitzende Erna Weis begrüßte Besucherinnen aus ganz Deutschland, ja sogar aus dem Nachbarland Tschechien. Die weiteste Anreise hatte Drahuse Kopová aus Prag. Die inzwischen 82-Jährige ist seit vielen Jahren Stammgast und ebenso maskiert und kostümiert wie die Frauen aus Plan, die seit der Grenzöffnung alle Jahre mit von der Partie sind. Aber auch Regine Löffler-Klemsche, die Vorsitzende des Plan-Weseritzer Heimatkreises, ließ sich dieses närrische Event "in der zweiten Heimat" nicht entgehen.

"Heute wollen wir in die Welt von Hollywood eintauchen", versprach Erna Weis, die sogar zwei Oskar-Preisträgerinnen begrüßen konnte: Resi Beer und Gisela Wildner, die vom Faschingsverein "Rosamunde" mit der begehrten Statue ausgezeichnet worden waren für ihre Verdienste. Auch der Mähringer Frauenbund war nominiert worden, worauf die Vorsitzende stolz war - auch wenn es letztendlich doch nicht ganz für ein "Oskarchen" gereicht hatte.

Und schon ging es "rund", tummelten sich "Micky Maus" und Elvis, Indianerinnen, Vampire, Aliens und Außerirdische, Punks und eine "Lila Kuh", "Piraten der Karibik" und Polizistinnen aus der "Police Academy" auf der Tanzfläche. Neben den Charleston-Tänzerinnen begeisterte "Avatar" mit grandioser Verkleidung. In den Tanzpausen sorgte der Faschingsverein "Rosamunde" für beste Unterhaltung: Die Prinzengarde präsentierte sich mit Garde- und Schautanz und auch das Männerballett - als Hollywood-Stars - bekam begeisterten Applaus.

Zu den vielen Höhepunkten des Abends zählten die Auftritte der Frauenbund-Mitglieder. "Carolin Reiber" moderierte "im nördlichen Outback der Oberpfalz" eine Show mit Hits, die zwar nicht mehr ganz der heutigen Generation angehören, aber so bekannt sind, dass alle mitsingen konnten. Der einzige Mann im Contest war "Heino", der die Urfassung von "Blau blüht der Enzian" vortrug. Die Damenwelt lag "ihm" regelrecht zu Füßen vor Begeisterung!

Weiter ging es mit zwei Schwestern, die 1972 von Dieter Thomas Heck entdeckt wurden beim "Wettstreit nach Noten" und die 1977 ihren Durchbruch hatten: "Gitte und Erika" begeisterten am Grenzkamm mit ihrem millionenfach verkauften Hit "Heidi". Eine weitere Sängerin, die jeder kennt, die 1934 in Kreta geboren wurde und 1961 ihren Durchbruch hatte, war "Nana Mouskouri". Bei ihrem Hit "Weiße Rosen aus Athen" tobte die Menge.

Als "Berliner Göre" bekannt geworden ist "Conny Froboess". Die Gewinnerin des Song Contests sang ihren Hit "Zwei kleine Italiener" und rief wahre Begeisterungsstürme hervor. Der letzte Beitrag war eine Frau - ebenfalls in Berlin geboren - , die Musikgeschichte geschrieben hat. "Katja Ebstein" verwandelte das Jugendheim in ein "Theater" mit ihrem großen Hit von 1980.

Auch der große Auftritt der "Hollywood-Girls" sorgte für den Augenschmaus und tosenden Applaus. Nach so viel "Action" wurde gerne an der Sekt- und Cocktailbar eingekehrt, bevor es wieder zurück auf die Tanzfläche ging. Bis tief in die Nacht feierten die Frauen am Grenzkamm ausgelassen "ihren Weiberfasching".
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