Beim Weiberfasching in Mähring geht es hoch her - Elf Prinzessinnen zugleich im Saal
Karibik an den Grenzkamm verlegt

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Mähring
03.02.2016
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übsche Hawaii-Mädchen und Strandgirls begeisterten mit einem Schautanz passend zum Thema "Karibik". Unter den Tänzerinnen waren auch etliche Frauenbund-Mitglieder zu finden. Bilder: wg (2)

Ein Ereignis der besonderen Art ist alle Jahre der Weiberfasching des Katholischen Frauenbundes am Grenzkamm. Außer den Aktiven des Faschingsvereins Rosamunde haben Männer keinen Zutritt - vom Pfarrer und Alleinunterhalter mal abgesehen.

Musiker Manfred Raschke verstand es ab der ersten Minute, die kostümierten und maskierten Frauen aus dem ganzen Stiftland und dem benachbarten Tschechien mit Tanz- und Schunkelrunden zu begeistern. Er hatte Musik von den Oberkrainern bis zu den Zillertalern, Walzer, Polka, Oldies, Rock und fetzige Faschingsmusik parat. Für den Augenschmaus sorgten die Auftritte des Faschingsvereins.

Hoch her ging es auch heuer wieder im Pfarr- und Jugendheim. Zum Auftakt gab es Kaffee und herrliche Tortenkreationen, später gingen die Besucherinnen eher zu deftigen Speisen wie Bratwürsten und Schaschlik über. KDFB-Vorsitzende Erna Weis freute sich über die vielen Gäste aus Bayern und Böhmen. Ehrengast war Pfarrer Dr. Charles Ifemeje, der sich bestens gelaunt unter die "närrischen Weiber" mischte, kräftig mitschunkelte und tanzte.

Der Saal war dem Motto "Karibik" entsprechend dekoriert. So kam Urlaubsstimmung wie unter Palmen bei heißen Rhythmen und exotischen Cocktails auf. Der erste Europäer auf karibischem Festland, Christoph Kolumbus, landete 1492 auf einer Insel der Bahamas. Im 17. und 18. Jahrhundert war die hohe Zeit der Piraterie, es gab sogar ganze Piratensiedlungen und am laufenden Band Angriffe, erinnerte Erna Weis: "Auch wir wollen heute auf Schatzsuche gehen mit verwegenen Piratinnen, Strandgirls, tanzenden Südseemädels und Hawaii-Frauen." Nach dem Einmarsch der Regenten mit ihrem Hofstaat legten Prinzessin Julia I. und Prinz Danny I. einen Walzer aufs Parkett und eröffneten den Tanz.

Bis tief in die Nacht hinein tummelten sich exotische Fische, verwegene Piratinnen, gestrandete Steuerflüchtlinge, Hula-Mädchen in Bast-Röcken, Hawaii-Girls mit Bananenblatt-Outfit, Seefahrerinnen, Stewardessen, Skelette und Kanibalinnen, süße Früchtchen, Urlauberinnen und Blumenmädchen auf der Tanzfläche. Die Prinzengarde begeisterte zwischendurch mit ihren Tänzen.

Tosenden Applaus erhielt Lise Mayer, die als "Shopping Queen vom Grenzkamm" in die Bütt stieg und von ihrer Bewerbung bei Guido Maria Kretschmer berichtete. Nicht nur eine Zugabe musste das Männerballett geben, das als verwegene Piraten mit ihrem eroberten Schiff in den Saal einlief und sich nach einem akrobatischen Tanz auch noch als "Urlaubs- piraten" in Freizeitkleidung mit Höchstleistungen präsentierte.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Frauenschautanzgruppe, die zu flotter Musik Samba- und Macarena-Feeling wie auf einer Karibik-Insel vermittelte.

Schließlich gab es noch ein Ratespiel: Wie viele ehemalige Faschingsprinzessinnen von Rosamunde - den Faschingsverein gibt es bereits seit 1970 - sind im Raum? Die Jury ermittelte gewissenhaft, wer die genaue Zahl erraten hatte oder am nähesten dran war. Des Rätsels Lösung: Insgesamt waren elf ehemalige Prinzessinnen im Raum. Dazu kam sogar noch ein ehemaliger Faschingsprinz. Doch Manfred Raschke zählte nicht bei der Wertung.
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