Ein Treffen von Freunden

Heimatkreis-Vorsitzende Regine Löffler-Klemsche hatte als Geschenk für Bürgermeister Schmidkonz eine Ausgabe der Zeitung Sudetendeutschen Landsmannschaft dabei. Darin wird auch über die St. Anna-Kirche in Mähring berichtet. Bild: wh
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Mähring
05.08.2016
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Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Plan-Weseritzern. Ausruhen können sich die Heimatvertriebenen aber nicht. So gibt es schon wieder Arbeiten an der Anna-Kirche.

"Ein sehr arbeitsintensives Jahr liegt hinter uns", begann die Vorsitzende des Plan-Weseritzer Heimatkreises, Regine Löffler-Klemsche, ihren Tätigkeitsbericht bei der Hauptversammlung. Neben umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Anna-Kirche galt es, mehr als 4000 Fotos aufzubereiten für die Foto-Ausstellung.

Die Hauptversammlung hätte turnusgemäß in Tirschenreuth stattfinden sollen, wegen fehlender Bewirtung im Kettelerhaus wurde ins Jugendheim Mähring ausgewichen. Dank sagte Löffler-Klemsche dem Frauenbund Mähring mit Erna Weis an der Spitze, die spontan zusagten, die Bewirtung zu übernehmen. "Ich freue mich jedes Jahr, Sie zum Heimattreffen begrüßen zu dürfen", hieß Bürgermeister Josef Schmid die Plan-Weseritzer willkommen. Patenbürgermeister Franz Stahl bezeichnete das 64. Heimattreffen als ein Treffen unter Freunden.

In ihrem Bericht erinnerte die Heimatkreis-Vorsitzende an die vielen Stunden "Fiezel-Arbeit" im Archiv. Der Aufwand sei aber durchaus notwendig, "denn das ist das, was von uns bleibt für nachkommende Generationen." Wer kenne heute schon noch "1-Million-Banknoten" oder Lebensmittelkarten? Mit alten Zeugnissen, Kaufverträgen, Dokumenten, Schriftverkehr oder Bildern könne man die Geschichte der Plan-Weseritzer greifbar machen. Dank sagte die Vorsitzende den Mitgliedern für ihre großzügigen Spenden.

Ehrungen


Mehrere langjährige Mitglieder erhielten bei der Hauptversammlung Ehrenurkunden für ihre Treue. Seit 50 Jahren Mitglied sind Margit Spieß, Erwin Schaffer, Ingeborg Remiger, Elli Hauptmannl, Anton Baumgartl und Alois Benedikt. Seit 40 Jahren dabei sind Werner Felbinger, Josef Roth und Maria-Anna Buchner. Für 30 Jahre ausgezeichnet wurden Werner Wanka, Ernst Wilfling und Ilona Widmaier. Den nicht Anwesenden wird die Urkunde per Post zugestellt.

Laut Kreisbetreuerin Ingrid Fröhlich hätten viele Orte schon keinen Ortsbetreuer mehr. Sie bat die Mitglieder, sich einzubringen und das verwaiste Amt zu übernehmen. Wichtig sei es auch, Sterbefälle und Umzüge zu melden. Im Oktober sei eine Gemeindebetreuer-Tagung geplant, ergänzte Löffler-Klemsche.

Bei ihrem Mann bedankte sich die Heimatkreis-Vorsitzende für den Einsatz bei der Turm-Sanierung bei der Anna-Kirche. Nachdem Wasserschäden festgestellt worden waren, mussten unter anderem der Unterputz erneuert, neue Fenster im Treppenaufgang eingebaut und die Kupferverkleidung erneuert werden. Die Kosten hätten die Schätzung (25 000 Euro) um 17 000 Euro überstiegen.

Dank für Spenden


Die Vorsitzende danke dem Bistum Regensburg, der Stadt Tirschenreuth und der Gemeinde Mähring für die großzügige Unterstützung. Ein weiterer Dank gebührte allen Spendern, "jeder hat uns geholfen, die Kosten zu senken", so dass nach Abzug der Spenden und Zuschüsse nur ein Minus von 1000 Euro für den Heimatkreis zu tragen war. Die nächsten Arbeiten stehen schon an: Ein kleiner Fahrweg für Rollstühle von der Straße zur Kirche. Auch hier sei man auf Spenden angewiesen. Die Arbeiten mit freiwilligen Helfern aus der Gemeinde Mähring können 2017 beginnen, wenn die Finanzierung einigermaßen gesichert ist. Außerdem sitzen einige Ziegel auf dem Dach nicht mehr richtig.

Unter "Wünsche und Anträge" wurde sich erneut gegen die Benes-Dekrete ausgesprochen. Dabei kritisierten die Mitglieder auch die Haltung von Bernd Posselt, dem Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der in Tschechien dazu keine Äußerung vorgenommen hätte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hauptversammlung (37)Heimatkreis Plan-Weseritz (7)
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