Einkehrtag mit Pfarrer Prechtl
Tipps für den Umgang mit Gott

Die Teilnehmer am Besinnungstag durften ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Szenen an der Hütte nach ihren Vorstellungen gestalten. Bild: wg
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Mähring
11.03.2016
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Wie redet man mit Gott? Die Teilnehmer beim ersten Einkehrtag in Griesbach wissen jetzt darüber mehr.

Griesbach. Zu einem Einkehrtag mit Pfarrer Edmund Prechtl hatte Seniorenbeauftragte Heidi Gradl alle interessierten Senioren, Frauenbundmitglieder, aber auch Männer ins Jugendheim eingeladen. Der Besinnungstag kam sehr gut an: 55 Teilnehmer hatten sich angemeldet, aus dem ganzen Landkreis kamen die Besucher. Ab 8.15 Uhr bestand die Möglichkeit zur Beichte bei Pfarrer Prechtl, anschließend war Gottesdienst in der St.Martinskirche, danach ging es weiter im St. Martinsheim mit Gedanken über Gott.

Pfarrer Prechtl hatte seinen Vortrag zum Thema "Ein Wochenende mit Gott" nach dem Bestseller-Buch "Die Hütte" benannt. Autor ist der Kanadier William Paul. Vom Evangelischen Freundeskreis Hof war aus der Buchvorlage ein Musical entstanden. Prechtl sah es in Schönwald, war begeistert und holte die Akteure in seine Pfarrei. "Die Kirchen waren wegen Überfüllung geschlossen."

Ein dem Buch "Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" geht es darum, wie man mit Gott redet und dass Gott ganz anders ist, als man ihn sich vorstellt. Und um den Weg von Missy und den Glauben zu Gott. Man müsse Gott in sein Herz und sein Haus einlassen, ihn am Alltag teilhaben lassen und nicht nur in Notsituationen rufen. Denn dann tauche die "Menschheitsfrage" auf: Warum?

Mit Begeisterung und Fantasie machte Pfarrer Prechtl die Besucher mit dem Buch bekannt. Es wurden Lieder gesungen, gemeinsam die Hütte nachgestellt - einmal im kalten, verschneiten Winter und dann, als Gott sich bemerkbar machte und alles erblühen ließ. Der Referent verstand es, die Zuhörer in das Geschehen zu integrieren, gab Tipps für den Alltag, den Umgang mit Gott und dem eigenen Glauben. Gott werde so oft ausgesperrt aus vielen Bereichen des Lebens, doch man sollte ihn immer reinlassen, nicht nur wenn man ihn braucht.

Begegnung mit Gott


"Die Hütte" spielt in den USA. Hauptfigur ist Mackenzie (Mack) Allen Philips, verheiratet mit Nan, sie haben fünf Kinder. Vier Jahre vor der eigentlichen Handlung verschwindet eines der Kinder, die sechsjährige Missy, bei einem Campingurlaub spurlos. Die Polizei findet Indizien, dass sie von einem Serienmörder entführt wurde. Später wird in einer verlassenen Hütte Missys Kleid gefunden, zerfetzt und blutgetränkt. Mack bricht unter dem Schmerz zusammen, versinkt in tiefe Traurigkeit, in Schuldgefühlen, die fortan sein Leben beherrschen. Nach Jahren erhält "Mack" einen Brief, der Absender lädt ihn ein, sich am Wochenende mit ihm in jener Hütte zu treffen. Unterzeichner ist "Papa" - so nennt seine Frau Gott. Er denkt an einen schlechten Scherz, fährt aber trotzdem zu der verschneiten, verlassenen Hütte. Dort begegnet er Verkörperungen der Dreieinigkeit: Gott als Afroamerikanerin, die sich von ihm "Papa" nennen lässt, Jesus Christus als Handwerker, der Heilige Geist als Asiatin Sarayu ("Wind"). In Gesprächen bekommt "Mack" Einblick in Gottes Sicht auf die Welt, beginnt zu verstehen, dass es ein Ausdruck von Gottes Liebe ist, nicht alles Böse zu verhindern. Und er begegnet der im Jenseits lebenden Missy.
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