Erster Faschingsgottesdienst
Gott gefallen Farben

Am Sonntag luden die OWV-Waldindianer zum ersten Faschingsgottesdienst ein. Bild: wg
Vermischtes
Mähring
09.02.2016
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Die Kirche kann durchaus einen Spaß vertragen. Zumindest beim Faschingsgottesdienst darf im Gotteshaus auch mal gelacht werden.

Ihren ersten Faschingsgottesdienst veranstalteten die "OWV-Waldindianer" am Sonntag in der Pfarrkirche St. Katharina. Und die jungen Akteure konnten sich nicht nur über zahlreiche Gottesdienstbesucher freuen, es gab auch viel Applaus für die Beiträge.

"Wir glauben fest daran, dass Gott bei uns ist. Die Kinder haben sich verkleidet, um ihre Freude zu zeigen. Denn Gott ist es, der uns Freude macht und der will, dass wir Freude weiter schenken", stellte Pfarrer Ludwig Steinhauser in seiner Predigt heraus. Mit vielen fröhlichen Liedern trugen die "OWV-Waldindianer" zum Gottesdienst bei, unter anderem sangen sie "Jesus braucht Begeisterte" oder "Freu dich". Auch die Fürbitten übernahmen die Kinder. Sie baten darum, dass der Spaß jeden Neid bezwingen möge, denn Gott bedeute ein glückliches Leben. Mit Luftschlangen und Luftballons machten die Kinder deutlich, wie unterschiedlich die Menschen sind. "Die einen bunt und fest, die anderen dünn. Manche halten lange, manche zerreißen. Alle sind verschieden! Leider gehen die Menschen nicht immer gut miteinander um."

Auch eine Geschichte hatten die Kinder vorbereitet: Die Geschichte vom Verkleiden. Roswitha Rödl, verkleidet als bunter Clown, las das Stück vor, das von den Kindern erdacht und als Bildtafeln gemalt worden war. Besonders freute Roswitha Rödl, dass viele der Gottesdienstbesucher der Aufforderung nachgekommen waren und sich verkleidet hatten. Dann erzählte sie vom bunten Elefanten "Elmar", der gelb ist wie eine Biene, grün wie ein Frosch, rosa wie ein Prinzessinnenkleid. Nur eines ist er nicht: elefantenfarben. Gerne brachte Elmar die Menschen zum Lachen, doch grübelte er eines Tages, ob sich die anderen über ihn lustig machen. Danach schmierte sich Elmar mit "elefantenfarbenen" Beeren ein, bis er so grau war wie jedes andere Rüsseltier. Als er zurückkehrte, erkannte ihn niemand mehr, keiner lachte. Da konnte es Elmar nicht lassen, sie mit einem lauten Tröten zu erschrecken. Und alle mussten lachen, waren froh, dass Elmar wieder da war. "Der bunte Elefant hat gelernt, dass er sein darf wie er ist. Er muss sich nicht verstellen und bemalen. Auch Gott gefallen Farben. Gott liebe jeden Einzelnen wie er ist: Als ganz besonderen Menschen", schilderte Roswitha Rödl.
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