Leiser Asphalt und BN-Austritt

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Mähring
12.03.2016
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Für Straßensanierungen in Großkonreuth und Poppenreuth stimmte jetzt der Mähringer Gemeinderat. Außerdem beschloss das Gremium den Austritt aus dem Bund Naturschutz.

Großkonreuth. Bürgermeister Josef Schmidkonz berichtete von einem Besuch von Vertretern des Staatlichen Straßenbauamts. Diese hätten mitgeteilt, dass der Ausbau der Ortsdurchfahrten heuer noch in Angriff genommen werden soll. Allerdings müsse sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen, so Schmidkonz. Die Straßen sollen eine neue Decke mit leisem Asphalt bekommen, für die Schächte ist eine neue Abdeckung vorgesehen, die die Entstehung von Schlaglöchern verhindern soll. Zudem seien die Abwasserkanäle zu richten. Allein für die Erneuerung der Gehsteige müsse die Gemeinde rund 20 000 Euro ausgeben. Für alle Maßnahmen müssten 50 000 bis 100 000 Euro in den Haushalt eingeplant werden. Der Gemeinderat stimmte einhellig dafür. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien ausgeführt werden, wenn der Schulbus nicht fährt, da teilweise Straßensperrungen nötig seien.

Abstimmung mit Telekom


Ferdinand Wagner regte an, für die jungen Familien im Baugebiet Großkonreuth gleich einen Gehsteig mit zu schaffen. Schmidkonz bedankte sich für diese gute Anregung. Elvira Gmeiner fragte nach, ob für den Gehsteig ins neue Baugebiet Grund gebraucht werde. Dies soll nun geklärt werden. Peter Meyer wies auf Straßenschäden hin, die gleich mit den geplanten Maßnahmen beseitigt werden könnten. Als Beispiel nannte er größere Schäden in Richtung "Alter Herrgott". Der Bürgermeister warf ein, dass sich darum der Bauhof kümmern könnte. German Hartmann bat darum, die Maßnahmen mit der Telekom zu koordinieren, so dass die neue Straße nicht noch einmal aufgerissen werden muss.

Seit mehr als 40 Jahren ist die Gemeinde im Bund Naturschutz, der Jahresbeitrag beträgt 77 Euro. Bürgermeister Schmidkonz hatte schon vor 10 Jahren eine Kündigung zur Diskussion gestellt, was die Räte ablehnten. Jetzt unternahm er einen neuen Vorstoß. "Ich kann mich mit dem Bund Naturschutz nicht mehr anfreunden", sagte er und verwies auf die ablehnende Haltung bei den Themen Wasserkraft, Biogas und 10-H-Regelung. "Arbeitsplätze sind ein Dorn im Auge dieses Vereins", so Schmidkonz. "Aber Windräder wollen sie neben die Leute hinstellen." Im Wald, wo keiner wohne, lehne der BN Windkraft dagegen häufig ab.

Bei einer regen Diskussion wurden die Vor- und Nachteile der Mitgliedschaft erörtert. So gab es die Meinung, dass man sich den BN wegen 77 Euro im Jahr nicht zum Feind machen sollte und man dessen Unterstützung vielleicht noch einmal braucht. "Es wäre ein falsches Signal, wenn man dabei bleibt", lautete eine andere Meinung. Bei der Abstimmung war die Mehrheit der Räte für den Austritt, nur zwei Mitglieder stimmten für den Verbleib im Verein.
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