Marktgemeinderat Mähring verabschiedet Haushalt
Erfreuliches Steueraufkommen

"Die Kreisumlage sinkt zwar um einen Punkt, dennoch muss der Markt Mähring wegen der gestiegenen Umlagekraft knapp 6000 Euro mehr bezahlen als 2016." Zitat: Bürgermeister Josef Schmidkonz, der sich dennoch über einen positiven Haushalt freute
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Mähring
18.05.2017
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Eine Fülle von Aufgaben hat sich die Marktgemeinde auch in diesem Jahr vorgenommen. Dazu braucht es einen neuen Kredit sowie den Griff in die Rücklagen.

(wg) Mit knapp über 5 Millionen Euro liegt der 2017er Haushalt etwas über dem Vorjahresvolumen (4 826 758 Euro). Schulhaussanierung, Planungskosten für die Sanierung der Kläranlage Mähring sowie der "Bürgermeisterkanäle" oder Ausgaben für Abbruch von leeren Häusern sind markante Positionen im Vermögenshaushalt.

Bei der Sitzung des Marktgemeinderates konnte Bürgermeister Josef Schmidkonz mitteilen, dass der aktuelle Haushalt bereits durch das Landratsamt genehmigt worden sei. Bei der vorangegangenen Beratung im Gemeinderat war der Haushalt einstimmig verabschiedet worden.

Mehr Schlüsselzuweisung


Der Haushaltsplan 2017 schließt im Verwaltungsteil in den Einnahmen und Ausgaben mit 2 761 542 Euro und im Vermögensteil mit 2 282 873 Euro ab. Enthalten ist eine Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 300 000 Euro. In den Jahren 2015/2016 wurde kein Darlehen aufgenommen. Erfreuliches konnte Schmidkonz vom Steueraufkommen berichten. Um 70 194 Euro ist das Steuernettoaufkommen auf 1 227 316 Euro angestiegen. Bei dieser Zahl sind Kreisumlage und die Gewerbesteuerumlage abgezogen. Haupteinnahmequellen des Verwaltungshaushalts bleiben die Schlüsselzuweisung von 787 396 Euro (2016 759 808 Euro/2017 pro Einwohner 430,27 Euro), die Einkommensteuerbeteiligung von 708 750 Euro (Vorjahr 665 500 Euro/2017 pro Einwohner 387,30 Euro), die Gewerbesteuer 140 000 Euro (unveränderter Ansatz wie im Vorjahr/2017 pro Einwohner 76,50 Euro) und das Aufkommen aus der Grundsteuer von 158 800 Euro. Sie stellen mit insgesamt 65 Prozent wesentliche Säulen der Finanzausstattung des Marktes Mähring dar.

Personalausgaben sinken


Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt stellen die Personalausgaben mit 879 730 Euro (Vorjahr 883 885 Euro) den größten Ausgabeposten dar. Je Einwohner berechnen sich dafür 480,73 Euro. für die Kreisumlage werden 657 935 Euro (359,53 Euro je Einwohner )fällig. Im Vorjahr waren es 652 076 Euro. "Die Kreisumlage sinkt zwar um einen Punkt, dennoch muss der Markt Mähring wegen der gestiegenen Umlagekraft knapp 6000 Euro mehr bezahlen als 2016", so Bürgermeister Josef Schmidkonz.

Der Verwaltungshaushalt erwirtschaftet eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 350 443 Euro, damit wird die Mindestzuführung in Höhe der ordentlichen Tilgung von 113 273 Euro deutlich erreicht. Die gemeindliche Rücklage hatte beim Jahreswechsel einen Umfang von 383 720,12 Euro. Allerdings schmilzt diese Rücklage laut Schmidkonz gleich wieder um 232 000 Euro, die für Investitionen benötigt werden. Sollten alle Projekte wie geplant in 2017 durchgeführt werden, sei zudem eine Darlehensaufnahme von 300 000 Euro erforderlich, betonte der Bürgermeister. Der Schwerpunkt im Vermögenshaushalt 2017 liege vor allem bei den bereits beschlossenen Entscheidungen. Dazu gehören unter anderem: Außenbeleuchtung für den Parkplatz beim Verwaltungsgebäude, Erstellung von Gutachten und Kataster für die Wasserversorgung bzw. Abwasserbeseitigung, energetische Sanierung des Schulhauses in Großkonreuth, Änderungen im Kinderhaus (Zwischentür im Altbau), Planungskosten für die Verbesserung des Angers in Großkonreuth, die Anlage eines Geh- und Radweges zwischen Tirschenreuth und Mähring, Kostenbeteiligungen bei Straßenverbesserungen (insbesondere bei der Ortsdurchfahrt Poppenreuth), Erweiterung der Straßenbeleuchtung im Baugebiet "Poppenreuther Straße" in Großkonreuth, Planungskosten für die Sanierung der Kläranlage Mähring, Planungskosten für die Sanierung der so "Bürgermeisterkanäle", Ausgaben für den Friedhof Großkonreuth (Friedhofsmauerabdeckung und Pflasterwegeerneuerung) und den Friedhof Griesbach (Ausbesserung der Pflasterwege) sowie Ausbau der Breitband-Infrastruktur.

Unter Landesdurchschnitt


Laut Bürgermeister Josef Schmidkonz betrug der Darlehensstand zum Jahresanfang 2017 580 927 Euro, das sind 317,45 Euro pro Einwohner. Zum Jahresende sollen die Schulden auf 767 654 Euro steigen, das sind 419,48 Euro pro Einwohner betragen. "Auch mit dieser Darlehensaufnahme liegt die Pro-Kopf-Verschuldung (419,48 Euro) weit unter dem Landesdurchschnitt größenmäßig vergleichbarer Gemeinden", so Josef Schmidkonz.

Die Steuersätze bleiben unverändert bei 320 vom Hundert für die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die Grundsteuer B für Grundstücke und für die Gewerbesteuer.

Die Kreisumlage sinkt zwar um einen Punkt, dennoch muss der Markt Mähring wegen der gestiegenen Umlagekraft knapp 6000 Euro mehr bezahlen als 2016.Bürgermeister Josef Schmidkonz, der sich dennoch über einen positiven Haushalt freute
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