Mauer folgt der Schwerkraft

Ferdinand Wagner zeigte den Markträten und Bürgermeister Josef Schmidkonz die neuen Risse, die in der schiefen Mauer entstanden sind. Bild: wg
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Mähring
15.06.2016
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Schwer in Schieflage ist die Friedhofsmauer in Großkonreuth. Den Markträten ist klar, dass sie so nicht länger stehen bleiben kann. Lösungsvorschläge reichen von Abreißen bis Abstützen.

Großkonreuth. Die Friedhofsmauer auf dem Friedhof in Großkonreuth neigt sich immer weiter. Nachdem sich der Marktgemeinderat die Sache vor ein paar Jahren bereits angeschaut und vertagt hatte, behielt der Friedhofswärter und Marktrat Ferdinand Wagner die Mauer im Auge. Da sie immer mehr Risse bekommt, hat er jetzt Alarm geschlagen.

Nachdem Ferdinand Wagner den Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die Friedhofsmauer "nicht mehr gut ausschaut", wie Josef Schmidkonz es bezeichnete, wurde kurzfristig vor der Juni-Sitzung noch ein Ortstermin am Friedhof eingeplant. Da die Mauer - auch durch die schweren Steinquader als obere Begrenzung - immer mehr in Schieflage gerät, kann sie zur Gefahr werden, falls sie mal einstürzt. Das sahen auch die Markträte beim Besichtigen.

Walter Frank hatte schon mal nachgelesen, ob die Mauer eventuell denkmalgeschützt ist. "Sie ist nicht in der Liste drin, nur der Pfarrhof", wusste er deshalb. Die Baufachleute im Gremium machten verschiedene Vorschläge, was man alles unternehmen könnte, um die Gefahr zu bannen. Bürgermeister Josef Schmidkonz wusste, dass der angrenzende Nachbar die Gemeinde bei einer Lösung unterstützen würde, da das Bauwerk auf seinem Grund steht. Er hat bereits einige Bäume entlang der Außenmauer entfernt. Ferdinand Wagner als "Stein-Experte" wusste, dass man die alten Granitsteine eventuell sogar verkaufen könnte, wenn eine neue Mauer aufgezogen würde: "Sie sind gesucht."

Marktrat Wolfgang Meisl als Baufachmann meinte, dass man die Mauer eventuell durch Ausgraben auf der anderen Seite retten könnte, um sie zu stützen und wieder aufzurichten. Eine andere Möglichkeit wäre, die Mauer ganz oder teilweise neu aufzuziehen, auch hier gebe es verschiedene Möglichkeiten. Für Bürgermeister Schmidkonz war es klar, dass dies keine Sache für Eigenleistung ist: "Das muss eine Fachfirma machen." Nun sollen Angebote eingeholt werden, erst danach will der Marktrat eine Entscheidung treffen.
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