Museum, Archiv und Nachrichtenblatt sorgen für Minus in den Kassen des Heimatkreises - Bitte um ...
Heimatbrief verliert Abonnenten

Elis Saller berichtete über die Finanzen des Heimatkreises. Bild: wg
Vermischtes
Mähring
05.08.2016
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Vermögensverwalterin Elis Saller wollte bei der Hauptversammlung der Plan-Weseritzer nicht nur trockene Zahlen vortragen, sondern über die Gesamtentwicklung bei den einzelnen Aufgabengebieten aufmerksam machen. Durch die Renovierung der St.Anna-Kirche sei das Vermögen für die Kirche aufgebraucht. Wegen der gesunkenen Einnahmen beim Heimattreffen 2015 und weniger Spenden musste auf Rücklagen zurückgegriffen werden. Durch die Ausgaben für das Archiv in Tirschenreuth seien die Rücklagen aufgebraucht, die Kosten wurden vom Heimatkreis übernommen.

Vermögensverwalterin Elis Saller war dennoch optimistisch, sie bat die Mitglieder auch weiterhin um Spenden, um die Aufgaben des Heimatkreises erfüllen zu können. Sie erläuterte den Jahresabschluss 2015 und den Haushaltsplan 2017. Die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2015 erfolgte einstimmig.

Teure Turmsanierung


"Trotz des Minusbetrages von 35 101 Euro beim Jahresabschluss 2015 können wir zufrieden sein. Er ist bedingt durch die Turmsanierung der St. Anna-Kirche." Etliche Zuschüsse wurden erst 2016 ausgezahlt, obwohl die Sanierung 2015 abgeschlossen wurde. "Nächstes Jahr sieht es dann wieder positiver aus." Bei der St. Anna-Kirche ergibt sich laut Elis Saller ein Minus von 31 986 Euro durch die Turmsanierung, da im Zuge der Sanierung weitere, nicht vorhersehbare Schäden auftauchten. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 42 464 Euro. Zudem wurden Turm und Kirche noch mit neuer Farbe versehen, so das jetzt für Jahre keine Baumaßnehmen mehr nötig sein werden.

Für das St. Anna-Fest 2015 hat der Heimatkreis 6886 Euro aufgewendet. Der Abzeichenverkauf betrug nur 441 Stück, wodurch im Vergleich zum Vorjahr Einnahmen von 240 Euro fehlten. "Viele Landsleute können aus Altersgründen nicht mehr kommen, das macht sich bemerkbar." Deshalb mussten für das Fest 2015 etwa 2 400 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Dank galt Erhard Zaha, dem künstlerischen Beirat, für die Gestaltung des Abzeichens. Das Spendenaufkommen für 2015 war laut der Vermögensverwalterin um 5500 Euro niedriger als 2014. Der Mitgliederstand verringerte sich zum 31. Dezember 2015 um 40 Personen, dadurch sank das Beitragsaufkommen um 480 Euro.

Beim Heimatkreis errechnet sich ein Minus von 3939 Euro, bedingt auch durch Ausgaben für das neue Museumarchiv. Für das Museum bestehen keine Rücklagen mehr, deshalb wurden die Kosten dafür vom Heimatkreis übernommen. Es waren 7455 Euro nötig für vorschriftsmäßige Ausstattung. Im Betrag sind auch die Versicherung für das Museum und die Miete mit insgesamt 1715,67 Euro enthalten . "Im Haushaltsplan wurden dafür nur 2870 Euro veranschlagt, da wir 2014 noch nichts wussten vom neuen Archiv."

Beim Heimatbrief ergebe sich erfreulicher Weise ein Plus von 824 Euro. Im Gegensatz zum Haushaltsplan von 2015, der ein Minus aufwies, konnten Kosten bei den Druckkosten, Personalkosten und für den Steuerberater eingespart werden. Die Bezieherzahl ging um 163 zurück, wodurch rund 5705 Euro fehlen. "Die eingenommenen Bezugsgebühren decken kaum noch die Druck- und Portokosten. Alle anderen Ausgaben müssen wir aus Spenden und Rücklagen finanzieren." Durch eine Reduzierung der monatlichen Seitenzahl wird versucht, den Heimatbrief weiterhin monatlich liefern zu können. "Gottseidank ist die Spendenfreudigkeit unserer Leser ungebrochen, trotz rückläufiger Bezieherzahl."

2015 wurden rund 28 000 Euro an Spenden eingenommen. Nur dadurch konnten die vielfaltigen Aufgaben erfüllt werden. "Weder die Mitgliedsbeiträge noch die Bezugsgebühren des Heimatbriefes reichen dafür aus." Bedingt durch die rückläufigen Mitglieder-/Bezieherzahlen sei ein Spendenrückgang nicht aufzuhalten. Im Vergleich mit anderen Heimatkreisen stehen die Plan-Weseritzer aber gut da.

Haushaltsplan 2017


Im Haushaltsplanes für 2017 sind unter anderem Ausgaben von 17 045 Euro für Museum und Archiv enthalten, da noch etliche Anschaffungen nötig sind. Allein die Miete für das Museumsarchiv beträgt jährlich 1320 Euro. Beim Heimatbrief stehen den Einnahmen von 69 030 Euro Ausgaben von 75 655 Euro gegenüber, bedingt durch die sinkende Bezieherzahl. Um Kosten zu sparen, wird die monatliche Seitenzahl verringert. Mehrausgaben werden aus den Rücklagen gedeckt. Insgesamt schließt der Haushalt 2017 mit einem Minus von 13 170 Euro.
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