Ruine in wahres Schmuckstück verwandelt - Heute Einweihung
Erweckt aus Dornröschenschlaf

Vermischtes
Mähring
09.10.2015
2
0
Vor 186 Jahren wurde das ehemalige Schulhaus erbaut. 2009 begann das umfangreiche Sanierungsprojekt in mehreren Bauabschnitten, durch die das Gebäude von einer Ruine in ein Schmuckstück verwandelt wurde.

Nun feiern die Mähringer den Abschluss der Arbeiten mit einem Festakt: Am Freitag werden zahlreiche Ehrengäste aus Politik, von Behörden, beteiligte Firmen und Förderer erwartet, um das "gelebte Museum", das sich nun in dem Haus befindet, feierlich einzuweihen.

Die Marktgemeinde Mähring, vertreten durch Bürgermeister Josef Schmidkonz, lädt alle Bürger zum Mitfeiern ein. "Was lange währt wird endlich gut" könnte man sagen - angesichts der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in mehreren Bauabschnitten, die seit 2009 andauerten und durch das Architekturbüro Schirmer begleitet wurden. Im Dezember 2009 startete die Außensanierung, die bis Dezember 2010 dauerte.

Rund 810 000 Euro

Rund 810 000 Euro kostete die Maßnahme, mit der die beteiligten Unternehmen sowie Bürger und Vereine, die enorme Eigenleistungen erbracht haben, das ehemalige Schul- und Rathaus aus seinem Dornröschenschlaf erweckten.

Seit Anfang der 80er-Jahre beherbergt das Gebäude mehrere Vereine, die in ihrem jeweiligen Bereich Fotos, Exponate und Dokumente zur Schau stellten. Seit Beginn der Dorferneuerung hatten die Mähringer Bürger den Wunsch, das Haus wiederzubeleben und auf vielfältige Weise zu nutzen. Lange Zeit fehlten der Marktgemeinde jedoch die finanziellen Möglichkeiten für eine Sanierung. Zur Beendigung der Dorferneuerung wurden dann doch noch Mittel frei und das Großprojekt konnte gestartet werden.

Treff für Veranstaltungen

Nach Abschluss der Außensanierung setzten sich Vertreter der Gemeinde mit den betroffenen Vereinen zusammen, um Möglichkeiten einer sinnvollen Nutzung der Räume zu diskutieren. Daraus ergab sich der Wunsch nach einem gemeinsamen Museum und der Option für die Dorfgemeinschaft, einen Treffpunkt im Herzen des Marktes für verschiedenste Veranstaltungen zu bekommen.

Mit der LEADER-Förderung fanden die Verantwortlichen eine geeignete Möglichkeit, um das Projekt "Das Gelebte Museum" zu verwirklichen. Durch einen hohen Anteil an Eigenleistungen wollte man sich einen Teil der Förderung selbst erarbeiten, was den Mähringer Bürgern auch hervorragend gelang. Bereits bei der Außensanierung und der Errichtung der Außenanlage erbrachten sie über 1200 freiwillige Arbeitsstunden. Die Finanzierung der Außenanlage ermöglichten Spenden in Höhe von rund 12 000 Euro der örtlichen Vereine.

Führungen möglich

Im "Gelebten Museum" leisteten über 100 Helfer dann noch weitere rund 4600 Stunden. Die zuständigen Vereine konnten in Absprache mit der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern ihre Museumsräume beziehen und beleben.

Nach der offiziellen Einweihung des Hauses soll der museale Teil des "gelebten Museums" voraussichtlich zweimal wöchentlich - mittwochs und sonntags - von 14 bis 18 Uhr öffnen und Führungen durch geschultes, ehrenamtliches Personal anbieten. Führungen an anderen Terminen können telefonisch vereinbart werden.

Im Flur des Gebäudes will man im jährlichen Wechsel Ausstellungen präsentieren. Die erste Schau zum Thema "25 Jahre Grenzöffhung" übernimmt die Interessengemeinschaft zur Öffnung des Grenzübergangs Mähring. 2016 folgt mit "Unsere schöne Region" ein grenzüberschreitender Fotowettbewerb der Mikroregion Marienbad und der Marktgemeinde Mähring.

Der museale Teil des Projekts, den die Lohhäuser, die Plan-Weseritzer und der Heimatverein Mähring gestalten, soll den Besuchern einen Eindruck von der Geschichte der Grenzregion vermitteln. In den verschiedenen Stuben werden unterschiedlichste Aspekte vom "Leben an der Grenze" beleuchtet.

Der "Begegnungsraum" im Erdgeschoss soll vielfältig genutzt und ein zentraler Anlaufpunkt im Herzen der Ortschaft werden. Neben der Aufnahme für Besuchergruppen und Einleitung über die Multimediaanlage für den musealen Bereich im Haus gibt es schon viele Anfragen örtlicher Vereine, die das Haus für verschiedenste Anlässe nutzen wollen.

Werbung für Region

Das "gelebte Museum" in Mähring ist ein weiterer Mosaikstein, mit dem die Region präsentiert werden soll. Zusammen mit dem Geschichtspark Bärnau-Tachau, dem Tirschenreuther Museumsquartier, dem Sengerhof in Neualbenreuth und dem Grenzmuseum in Schirnding wird hier über verschiedene Tourismusverbände und Fremdenverkehrsvereine für die Gegend geworben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.