Seniorenfeier in Maktgemeinde Mähring
Stollen, Punsch und Theaterstück der Waldindianer

Josef Gradl unterstützte seine Frau Heidi und servierte beim Treffen der Senioren Lebkuchen, Stollen, Spekulatius und Punsch. Bild: wg
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Mähring
15.12.2015
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Die Gruppe "Klangfarben Pur" (Michaela und Ramona Reber, Kamila Härtl und Barbara Wettinger) begeisterte mit wunderbar gesungenen Liedern passend zur Advents- und Weihnachtszeit. Bild: wg

Mit Musik und Theater werden die Besucher bei den Adventsfeiern auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Neben Stollen und Punsch gab es in Großkonreuth auch ein heiteres Stück der "Waldindianer".

Großkonreuth. Sehr gut besucht war die Adventsfeier der Marktgemeinde. Seniorenbeauftragter Heidi Gradl hatte das Treffen im Auftrag der Gemeinde am Samstag im Gasthof Scharnagl organisiert. Pfarrer Dr. Charles Ifemeje wurde mit einem Geburtstagsständchen durch die Musikgruppe "Klangfarben Pur" überrascht.

"Ich freue mich, dass das Haus fast voll geworden ist", begrüßte Heidi Gradl die Gäste. Die Seniorenbeauftragte hatte recherchiert, woher Weihnachten eigentlich kommt und was Advent bedeutet. Advent hat seinen christlichen Ursprung im 6. Jahrhundert. Papst Gregor der Große (540 - 604) führte damals die vier Adventssonntage ein, die auf die 4000 Jahre hinweisen sollten, in denen die Menschheit auf Christus wartete. "Adventszeit, das heißt Warten voller Freude auf die Geburt Christi und was auf uns zu kommt." Advent soll eigentlich eine ruhige Zeit sein - draußen sind die Felder abgeerntet, die Natur kommt zur Ruhe. "Manchmal ist es aber auch eine hektische Zeit." Heidi Gradl hat deshalb die Senioren-Adventsfeier eingeführt, die alle zwei Jahre stattfinden soll, um den Besuchern ein paar schöne und besinnliche Stunden in guter Gesellschaft und mit einem schönen Rahmenprogramm zu schenken. Mit einem Gedicht stimmte sie die Zuhörer schon mal auf den Advent ein.

Lied aus Nigeria


Während die Senioren mit Glühwein, Punsch, Stollen und Spekulatius verwöhnt wurden, sang und spielte die Gruppe "Klangfarben Pur" (Michaela Reber, Ramona Reber, Kamilla Härtl und Barbara Wettinger) Advents- und Weihnachtslieder, wie etwa "Is finster drass", die zum Teil mit gesungen wurden. Die musikalische Vorbereitung auf den Advent wurde mit viel Applaus belohnt. Pfarrer Dr. Charles Ifemeje, der am Vortag der Adventsfeier Geburtstag hatte, wurde mit einem Ständchen überrascht und musste danach viele nachträgliche Glückwünsche von Heidi Gradl und den Senioren entgegennehmen. Auch der Geistliche, der die beiden Pfarreien Großkonreuth und Griesbach betreut, hatte ein paar Gedanken zur Adventszeit mitgebracht, die die Vorbereitungszeit auf die Ankunft Christi ist und in vielen Ländern dieser Erde gefeiert wird. Ifemeje sang außerdem ein Lied aus seiner afrikanischen Heimat Nigeria, wofür er ebenfalls Applaus bekam. Mit einem Theaterstück, passend zur Weihnachtszeit, überraschten die "Waldindianer" des OWV Griesbach die Senioren, wobei es viel zu lachen gab.

Neue Art des Vertrauens


Zum Nachdenken regte die Weihnachtsgeschichte an, die Heidi Gradl vorlas. Sie handelte von einem Besinnungswochenende. Dabei sang eine Gruppe blinder Menschen "Ein Licht leuchtet auf in der Dunkelheit". Obwohl diese Menschen immer in der Dunkelheit leben, stand auf dem Tisch eine brennende Kerze. "Was mag dieses Lied für die Menschen bedeuten, die nicht sehen können?" Sie wissen, dass die Kerze brennt, sie können ihre Wärme spüren und hören das Knistern. "Von diesen Menschen habe ich eine neue Art von Vertrauen gelernt: Das Licht leuchtet, auch wenn ich es - vielleicht - noch nicht sehen kann."

Zum Abschluss wurden noch einige Lieder gemeinsam gesungen, bevor Heidi Gradl jedem der Besucher ein kleines Päckchen überreichte.
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