Über "Leit", Liebe und Suff

Im voll besetzten Jugendheim-Saal erlebten die Besucher wieder einen äußerst unterhaltsamen Hutzaabend. Bild: wg
Vermischtes
Mähring
08.08.2016
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Der 23. Hutzaabend des Katholischen Frauenbundes bildete wieder den Höhepunkt des Heimattreffens der Plan-Weseritzer. Auch zahlreiche Einheimische und so mancher Urlauber kamen auf ihre Kosten.

"Liebe Hutzaleit, Landsleit, Mähringer und alle Freunde", begann Rosa Schöner ihre Begrüßungsrede im Namen des Frauenbundes im voll besetzten Jugendheim-Saal. Sie freute sich, dass "die Leit" wieder so zahlreich zum Hutzaabend gekommen waren. Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn waren die ersten Besucher eingetroffen, um sich mit leckeren Speisen zu gewohnt moderaten Preisen zu stärken.

Als besondere Überraschung trat diesmal die Gesangsgruppe des Mähringer Heimatvereins auf und erfreute das Publikum mit ihren Liedern. Josef Wagner sorgte mit seiner "Hamanie" für gute Unterhaltung. Die Musik- und Gesangsgruppe des Bundes der Vertriebenen aus Biebesheim-Dornheim in Hessen unter der Leitung von Rudi Mohr lud zum Mitsingen von böhmischen und Egerländer Liedern ein. Sie trat zudem mit einem neuen "Teufelsgeiger" auf die Bühne. Präsentiert wurden die Stücke "Bei uns im Egerland", "S'barfuß göih", "Schornsteinfeger" sowie Lieder über "die Leit, die Liebe und den Suff".

"Ihr habts es scho gmerkt, beim Hutzaabend am Annafest, daou ren ma alle Dialekt", betonte Moderatorin Rosa Schöner, die selbst mit Mundart-Geschichten und kleinen "Gschichtln" zum Programm beitrug, unter anderem mit der Geschichte "Wos is a Rausch?"

Gretl Funk - wie die Gruppe aus Biebesheim-Dornheim ebenfalls Stammgast - hatte "wos Schäins" mitgebracht: Die Geschichte vom "Tschüß", eine Erzählung über "Schwammer im Kaiserwold" und Kindheitserinnerungen an den alten Kirchsteig, der "schäiner und kürzer" war. Und auch wenn die Mutter den Kindern beim Abmarsch in die Kirche noch eingeschärft habe, aufs neue Gwand aufzupassen, "niat in Dreeck einezufalln" oder auf Bäume zu klettern - auf dem Rückweg sei wieder alles vergessen gewesen. Die Kinder hätten alles ausprobiert, seien sogar im Kirschbaum "bei die Wespn" gesessen.

Mit "Unna Mundart" waren weitere Gedanken von Gretl Funk überschrieben. "Gräiß de Gott oder Servus, des is da schäinste Grouß der Eghalanda", war sie sich sicher und die breite Mehrheit im Saal stimmte zu. Auch wenn die Gretl inzwischen schon sehr alt ist - wie sie selbst sagt - sie weiß, dass "ich mai Hoimat niat vergiss". Noch immer kennt sie "jedn Stoa". Ihr größter Wunsch: "Schreibts mas am Grabstoa draaf: Drüm im Eghaland woar ich dahoam."

Im Wechsel traten die Musikanten, Gesangsgruppen und auch "Alleinunterhalter" aus dem Publikum auf, während die meisten anderen im Saal leckere Brotzeiten genossen, die es nicht überall gibt: Frische Buttermilch, Geräuchertes, Dotsch mit "Schwammerbröi" oder mit Preiselbeeren, "frische Erdäpfel und marinierte Haaring", "neie Erdäpfl mit selwer gmachter Butter und Quoak" und vieles mehr.
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