Volksbund informiert über Arbeit
Verdienstspangen für Sammler

Mit "Gold" und "Weiß-Gold" ehrte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge treue Sammler für 20 bzw. über 30 Jahre Sammeltätigkeit. Von links Pfarrer Dr. Charles Ifemeje, Kaspar Becher (Volksbund-Bezirksvorsitzender), Thomas Gradl (20 Jahre), Ludwig Gradl (über 30 Jahre) und Bürgermeister Josef Schmidkonz. Bild: wg
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Mähring
19.01.2016
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Spenden für die Kriegsgräberfürsorge sind wichtige Grundlage für die Arbeit des Verbands. Jetzt zeichnete Bezirksvorsitzender Kaspar Becher verdiente Mitglieder der Soldatenkameradschaft aus, die die Haus- und Straßensammlungen engagiert unterstützen.

Griesbach. "Sie garantieren dem Volksbund seine Leistungsfähigkeit", sagte Becher bei der Jahreshauptversammlung über die Sammler - oberpfalzweit rund 2500 in Soldaten- und Reservistenkameradschaften, der Bundeswehr und in Schulen. Die Verdienstspange in Weiß-Gold erhielt Ludwig Gradl für mindestens 30 Jahre Sammeltätigkeit, Thomas Gradl wurde mit der Verdienstspange in Gold für 20 Jahre geehrt. Beide seien "sehr langjährige und sehr engagierte Sammler", bedankte sich Kaspar Becher bei den beiden Geehrten.

Einmalig in Deutschland


Ein Dank galt auch dem Pfarrer. Es sei einmalig in ganz Deutschland, sagte Becher über das Bistum Regensburg, das eine Kollekte für Kriegsgräber halte. So bekomme der Volksbund jedes Jahr zwischen 32 000 Euro und 34 000 Euro vom Bischof. "Der Volksbund ist mehr als nur ein Kriegsgräberverein", betonte Kaspar Becher und unterstrich den gesellschaftspolitischen Auftrag. Der Volksbund ist weltweit zuständig für 1235 Friedhöfe in über 40 Ländern und für 3,5 Millionen Einzelgräber. Die Pflege der Gräber und Friedhöfe koste jährlich rund 29 Millionen Euro. "Das sind weniger als 10 Euro pro Grab."

Becher verwies auf die jährlich über 100 Gruppenreisen zu den Kriegsgräberstätten zwischen Frankreich und Russland. Der Volksbund finanziere seine Arbeit zu 70 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. 30 Prozent der Mittel kommen aus Zuschüssen des Bundes.

Versöhnung über Gräbern


Als einziger Kriegsgräberdienst weltweit betreibe der Volksbund seit 1953 Jugend- und Schularbeit und organisiere gut 60 14-tägige Jugendlager und 200 Schulprojektwochen mit Arbeitseinsätzen auf Kriegsgräberstätten in 20 europäischen Ländern. "Pflegearbeiten auf den Kriegsgräberstätten und die historisch-politische Bildung werden immer wichtiger, weil die Kriegserlebnisgeneration immer kleiner wird." Unter dem Leitwort "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" sollen dauerhafte Bindungen zwischen den Völkern entstehen. Für die Oberpfalz wurde vor 13 Jahren das "Europäische Jugendprojekt Oberpfalz" (EJPO) ins Leben gerufen, das mit Unterstützung des Volksbundes jedes Jahr junge Oberpfälzer mit jungen Polen und Franzosen in einem 10-tägigen Projekt zusammenbringt.

70 Cent pro Einwohner in der GemeindeDie "Soldatensammlung 2015" erbrachte in der Oberpfalz 295 114,31 Euro. Bei 1,1 Millionen Einwohnern in der Oberpfalz sei man deutschlandweit ganz weit oben. "Das zeigt, was Ihr Engagement bringt", sagte Becher zu den geehrten Sammlern. Im Landkreis Tirschenreuth wurden 27 154,25 Euro gesammelt - 1500 Euro mehr als im Vorjahr. Dies seien 37 Cent pro Kopf. In der Gemeinde Mähring (Griesbach, Großkonreuth und Mähring) kamen insgesamt 1033,79 Euro (ohne Kollekte) zusammen - rund 70 Cent pro Einwohner. (wg)
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