Volles Haus beim Böhmischen Abend
Mit Schwung durch den Abend

Nach nur zwei Jahren spielen inzwischen die ersten Nachwuchsmusiker aus den über das Programm "Kultur macht stark" entstandenen neuen Bläserklassen in der Stammkapelle mit. Bild: wg
Vermischtes
Mähring
28.04.2016
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Beim "Böhmischen Abend" sorgt nicht allein die Musik von Ernst Mosch für Unterhaltung. Gstanzeln und Auftritte runden das Programm ab.

Griesbach. Die Großkonreuther Blasmusik, die1876 gegründet wurde und heuer ihr 140-jähriges Bestehen feiert, veranstaltete auch im Jubiläumsjahr wieder einen "Böhmischen Abend" im St. Martinsheim. Freunde der traditionellen Blasmusik und viele Musikfreunde aus nah und fern kamen zu dem kurzweiligen Abend. Zum musikalischen Unterhaltungsprogramm gehörte bayerische und böhmische Blasmusik, Gstanzln von Peter Meyer, viel Gesang und humorvolle Auftritte des Dirigenten.

Dirigent Markus Werner freute sich über einen vollen Saal und gute Stimmung. Mit einer Bilderschau aus vergangenen Tagen wurde in den Pausen ein Rückblick auf die 140-jährige Geschichte der Blaskapelle gehalten, an herausragende Ereignisse, Auftritte und Proben, Konzerte, Feste und verschiedene Feiern erinnert. Im Verlaufe des Abends wurde auf das Programm "Kultur macht stark" hingewiesen und Mitgliederwerbung betrieben. Dank des Förderprogramms spielen inzwischen die ersten Nachwuchsmusiker aus den ersten Bläserklassen in der Stammkapelle mit.

Musikalisch begann der Abend mit dem "Egerländer Musikantenmarsch" und einem "Ernst Mosch-Block" zum Gedenken an den 90. Geburtstag von Mosch in diesem Jahr und 60 Jahre Egerländer Musikanten. Gespielt wurden unter anderem die "Amsel-Polka" und "Sommernacht in Prag". Weitere Stücke von Mosch wurden von Sonja Gradl und Markus Werner mit Gesang bestens in Szene gesetzt, mal Solo, mal im Duett, darunter "Lieblings-Polka" oder "Kannst du Knödel kochen". Hier trat Markus Werner als Koch auf die Bühne, während Sonja Gradl, die 10 Jahre lang Dirigentin war, die Musiker führte. Gstanzl-Sänger Peter Meyer wusste so einiges, was der Verein in 140 Jahren seines Bestehens erlebt hatte, aber auch, was in den Reihen der Musiker, bei Proben und "hinter den Kulissen" so alles passiert ist.

Pfarrer als Dirigent


Mit seinen Gstanzln zum Ende jedes musikalischen Blocks sorgte Meyer für beste Unterhaltung, da auch Dirigent Markus Werner passend gekleidet auf die Bühne sprang. Mal als Koch, mal als "Panama-Paper" (im grauen Anzug, übersät von Geldscheinen). Einen besonderen Moment erlebte Pfarrer Ifemeje: Er durfte zu später Stunde den Taktstock schwingen. Ein weiterer Block war Roland Kohler und der "neuen Böhmischen Blasmusik", Holger Mück und Robert Payer und der Burgenlandkapelle gewidmet, die heuer 40. Jubiläum hat. Es erklangen, zum Teil gesanglich umrahmt, Stücke wie "Lasst euch grüßen" oder "Zoiglpolka". Weiter ging es mit einem "Polka-Block", darunter die "Diamantenpolka" oder "Frecher Lauser".

Viel Gesang gab es im vierten Teil mit "Sterne der Heimat", "Rauschende Birken", "Zwei Schwestern". Erst nach mehreren Zugaben und nach Mitternacht durften die Musiker von der Bühne, für ihr Publikum gaben sie noch "Egerland Heimatland", "Darinka" und ein "Wunschkonzert" zum Besten.
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