Wolfgang Müller mit der Wetterdienst-Plakette ausgezeichnet
Für Wetterdienst unverzichtbar

Thomas Schuhmacher (links), Leiter der Messnetzgruppe München, zeichnete Wolfgang Müller für seine langjährigen Wetterbeobachtungen aus. Mit dabei waren auch Ehefrau Hildegard Müller sowie die Mitarbeiter der Messnetzgruppe, Frank Sievers und Ulrich Beck. Bild: hfz
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Mähring
01.05.2016
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Wenn es ums regionale Wetter geht, dann macht Wolfgang Müller so schnell niemand was vor. Seit 25 Jahren beobachtet der Mähringer gewissenhaft, wie Regen, Schnee und Sonne am Grenzkamm ankommen. Dafür dankt der Bundesverkehrsminister.

Wolfgang Müller erfasst und notiert seit 1991 als ehrenamtlicher Wetterbeobachter im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes das Wetter. Alexander Dobrindt hat ihm als Dank für dieses ehrenamtliche Engagement die Wetterdienst-Plakette verliehen. Die Auszeichnung wurde Wolfgang Müller von Thomas Schuhmacher, Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des DWD in München (RMG), zusammen mit den Mitarbeitern feierlich überreicht.

Schuhmacher würdigte die außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft des Geehrten. Wolfgang Müller habe 25 Jahre lang die Station betreut, täglich den Niederschlag gemessen und das Wetter gewissenhaft beobachtet und notiert. "Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. Er hat damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klima-Überwachung geleistet."

Davon profitierten alle Bürger in Deutschland. "Denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns." Für den nationalen Wetterdienst seien Menschen wie Wolfgang Müller unverzichtbar, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang gewissenhaft das Wetter in ihrer Region überwachen.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit knapp 2000 Messstellen. Dazu gehören rund 180 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, die zum Teil rund um die Uhr mit DWD-Personal besetzt sind. Etwa 1800 weitere Messstellen werden ehrenamtlich von engagierten Bürger - häufig seit Jahrzehnten - betreut. Im Winter melden sie Informationen zu Schneeverhältnissen vor Ort nach Offenbach in die Zentrale des DWD. Die vor Ort gemessenen Daten und die Beobachtungen werden vom nationalen Wetterdienst dann zum Beispiel für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland genau zu erfassen und deren Folgen besser einschätzen zu können. Zu den Voraussetzungen für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Tätigkeit gehören nicht nur Einsatzbereitschaft und die erforderliche Zeit, sondern auch ein geeignetes Grundstück, auf dem die Messgeräte des DWD gemäß internationalen Vereinbarungen und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Bewuchs aufgestellt werden können. Kosten entstehen ehrenamtlichen Beobachtern weder durch den Aufbau noch durch den Betrieb der Station.
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