Gospelzug hinter Gittern
Chor "Hope and Joy" singt im Gefängnis

Bereits zum achten Mal gab der Gospelchor "Hope and Joy" ein Konzert für die JVA-Insassen. Pianist Cletis Reaves begleitete das Ensemble dabei sehr einfühlsam. Bild: sei
Kultur
Mantel
17.12.2015
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"Gott vergisst dich nicht." Eine schöne Botschaft, die der Chor "Hope and Joy" da in einem besonderen Adventskonzert verbreitete. Bereits zum achten Mal sang er vor Strafgefangenen.

In der Justizvollzugsanstalt Weiden freute sich stellvertretender Leiter Wolfgang Reichl vor vielen Zuhörern, dass das Ensemble die schöne Tradition der Weihnachtskonzerte fortsetzte. Die musikalische Leitung hatte Remona Fink, am Piano glänzte Cletis Reaves. Durch das Programm führte der evangelische Pfarrer Dominic Naujoks.

Die Verbundenheit mit dem Heiland bestätigte der Chor mit "I am healed", Gott wurde gepriesen mit "We lift your names up high". Hier hatten Alt und Sopranstimme führende Liedteile. "Wenn wir Gott anrufen, schickt er uns seinen heiligen Geist, ohne ihn gibt es keine Veränderung für den Menschen", erklärte Naujoks. Das unterstrich das Ensemble mit "Come holy Spirit". Ein weiteres lebhafte Stück war "I will make it home today".

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Voller Begeisterung sprangen dann alle auf den Gospelzug auf, machten die rhythmischen Bewegungen von "This Train" mit. Kein Halten mehr gab es auch bei "Rain down", hier klatschen alle Zuhörer mit, in der Hoffnung, "dass die Liebe Gottes auch auf sie herabregnet". Naujoks erklärte die Geschichte des Liedes "Amazing Grace", das der Kapitän eines Sklavenschiffs geschrieben hatte. Ihm war bewusst geworden, welches Unrecht er begangen hatte, und drückte nun seine Überzeugung von der "erstaunlichen Gnade" aus. Wie jedes Jahr bezauberte Remona Fink hier mit ihren Solo.

Der Chor versprach zudem "Gott vergisst dich nicht" ("I am not forgotten"), untermauert mit Klatschen und Stepp-Schritten. Auf Weihnachten stimmten "Hope and Joy" die Konzertbesucher mit "Oh come let us adore him" ein. Die Weihnachtsgeschichte lebte auf mit "Born in Bethlehem", hier glänzten mit Irmi Ohla, Hanne Hermann, Hans Gallersdörfer, Tatjana Eheim und Michaela Heisig weitere Solisten.

Natürlich kam auch "Santa Claus in Town", ins Ohr ging ferner "Christmas Time". Ebenfalls schon Tradition: Standing Ovations sowie begeisterte Pfiffe und Zugabe-Rufe. Zum Schluss machte aber auch jeder den "Train" mit - und bei "Shabach" blieb ebenfalls keiner auf seinem Stuhl sitzen.
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