Apothekerin erklärt richtige Medikamenteneinnahme
Nie mit Limo

Lokales
Mantel
14.10.2015
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Apothekerin Heike Bertelshofer referierte beim Frauenclub in der Mehrzweckhalle über die Einnahme von Tabletten. So bedeutet lingual, die Tablette auf der Zunge zergehen zu lassen. Brausetabletten sollten in ausreichend Wasser aufgelöst und Filmtabletten mit genügend Wasser geschluckt werden.

"Medikamente immer mit Leitungswasser einnehmen, nie mit Mineralwasser, Limonaden oder gar Kaffee oder Milch", betonte die Referentin. Magensaftresistente Tabletten sollten immer vor dem Essen geschluckt werden. "Retard-Kapseln wirken sechs bis acht Stunden", erfuhren die Zuhörerinnen, Disperstabletten zerfallen in wenig Wasser. Kautabletten müssen durchgekaut werden, Tropfen immer in der Schachtel aufbewahrt werden. Bertelshofer riet, den Tag des Anbruchs auf der Verpackung zu notieren.

Medikamente, die im Kühlschrank gelagert werden, gehören ins Türfach, sonst sei es zu kalt. Bei Augentropfen empfahl die Apothekerin, nur einen Tropfen pro Auge zu verwenden, bei höherer Dosierung beginne das Auge zu tränen und das Medikament werde ausgeschwemmt. Asthmaspray muss geschüttelt werden. Diabetiker erhielten von der Referentin den Tipp, bei jedem Spritzen die Nadel zu wechseln, da sie schon nach einem Gebrauch stumpf sei und Gewebe verletze.

Die Apothekerin ging auf die Einnahmezeiten ein. Zweimal täglich bedeutet zwölf Stunden Abstand, drei Mal alle acht Stunden. Wer Medikamente nimmt, sollte auf Grapefruits und deren Saft verzichten. Die Frucht könne die Wirkung stark abschwächen, sagte Bertelshofer und informierte, dass Arznei im Restmüll entsorgt werden darf.
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