Ausbuttern gegen die Trauer

Lokales
Mantel
31.10.2014
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Sehr gut etabliert hat sich im Markt der Treff "Vergissmeinnicht". Hier kommen im katholischen Pfarrheim jeden letzten Montag im Monat Witwen und Witwer zusammen. Aber nicht, um Trübsal zu blasen.

Es soll kein Trauercafé sein. Deshalb haben sich die Gruppenmitglieder auch den blumigen Namen ausgesucht. Jede Frau und jeder Mann hat das Gleiche durchgemacht und kann die Gefühle der anderen verstehen. Es darf natürlich herzlich gelacht werdenden.

Kürzlich butterte Ortsbäuerin Monika König aus. 17 Gäste genossen frische Bauernbutter, Kartoffeln, Quark und Käse. Erika Kuschidlo dankte König für ihr Kommen mit dem alten Butterfass. Kaffee und Kirchweihküchel gab es natürlich auch.

Wenn der Partner stirbt, möchte man nach einiger Zeit wieder was unternehmen, unter die Leute gehen, zum Essen gehen oder ins Kino. Aber die Hemmschwelle, das ganz allein zu tun, ist groß. Die Gruppe bietet dafür die richtige Plattform. Die Damen und Herren waren auch schon "beim Inder" essen. Und im nächsten Monat machen sie einen Ausflug und besuchen Pater Saji in Waldsassen.
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