Balsam für Brandschützer

Stellvertretender Landrat Albert Nickl (links) lobte das Engagement der aktiven Feuerwehrleute, das sie mit langer Dienstzeit und Treue zum Verein bewiesen. Das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber erhielt Willi Kraus (Zweiter von rechts). Für 40 Jahre Dienstzeit wurden Otto Janner (Mitte) und Gerhard Janner (Dritter von rechts) ausgezeichnet. Die Urkunde für 60 Jahre Vereinstreue ging an Fritz Wittmann (Zweiter von links). Für 65 Jahre wurde Oskar Kammerer (Dritter von links) geehrt. Bild: sei
Lokales
Mantel
19.11.2014
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"Kameradschaft ist die Seele der Feuerwehr", sagte stellvertretender Vorsitzender Richard Kammerer. Ohne diesen Zusammenhalt gebe es Feste wie das in 31 Monaten anstehende 150-jährige Jubiläum nicht.

Vier Aktive der Feuerwehr erhielten Auszeichnungen für lange Dienstzeiten. Außerdem standen Ehrungen für langjährige Treue zum Verein auf der Tagesordnung. Kommandant Siegfried Janner sprach von einem besonderen Tag für die Feuerwehr.

Mit Kammerer, stellvertretendem Landrat Albert Nickl sowie Kreisbrandrat Richard Meier und Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz überreichte er an Wilhelm Kraus das silberne Ehrenabzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Thomas Lippik bekommt es nachgereicht, weil er beruflich verhindert war.

Amerikaner integrieren

Kraus ist der Mittelsmann für die amerikanischen Mitbürger. Er hat schon zwei Amerikaner in der Wehr in kürzester Zeit auf einen guten Ausbildungsstand gebracht. Außerdem engagiert er sich als Tuba-Bläser im Posaunenchor.

Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Otto Janner ausgezeichnet. "Wenn der Funkwecker piepst oder die Sirene heult, ist Otto Janner ganz fix da", lobte Janner. "Er ist der beste Beweis, dass Jung und Alt gut zusammenarbeiten können." Ebenfalls 40 Jahre aktiven Dienst leistet Gerhard Janner. In seiner Jugend hätten es ihm die schönen Festdamen angetan, schmunzelte der Kommandant. Janner trägt bei Jubiläumsfeiern die Fahne und alle hoffen dass er auch beim 150-jährigen schwungvoll zeigt, was man mit ihr alles machen kann.

"Dieser Abend ist ein kleines Dankeschön für eure Arbeit", anerkannte Janner. Stellvertretender Landrat Nickl bestätigte dass er im Markt eine tolle Feuerwehrmannschaft vorfinde. Die Manteler haben fast 150 Jahre Erfolgsgeschichte vorzuweisen. In dieser ganzen Zeit hätten sie der Heimat und ihren Menschen gedient. "Bei euch spürt man, da ist echte Kameradschaft vorhanden. Feuerwehrleute leben tagtäglich Bürgerengagement vor."

Bürgermeister Stephan Oetzinger war erstmals selbst in Feuerwehruniform gekommen. Er sei sehr stolz auf seine Brandschützer, vor allem auch auf die Jugend. "Die Feuerwehr ist kein einfacher Verein, sondern erledigt den Feuerschutz, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, und bereichere darüber hinaus das gesellschaftliche Leben." Die aktive Wehr setze mit Kommandant Janner auf Kontinuität und habe ihm Martin Göppl als jungen Stellvertreter zur Seite gestellt. "Wie schon der Landrat sagte, die Feuerwehr ist die Allzweckwaffe der Gemeinde", bestätigte auch der Rathauschef.

"Hut ab vor der Manteler Feuerwehr", lobte Kreisbrandrat Richard Meier. "Ihr habt in eurer langen Geschichte viel erlebt, Höhen und Tiefen." Feuerwehrmänner stünden auch an Feiertagen oder am Heiligen Abend ihren Mann. Dass die Bürger viel auf die Aktiven halten, habe sich Weihnachten gezeigt, als die Kohlberger die Einsatzkräfte die ganze Nacht über mit Bratwürsten, Plätzchen und heißen Getränken versorgten.

Die staatlichen Fördermittel für neue Fahrzeuge sollen aufgestockt werden, stellte Meier in Aussicht. Das käme auch Mantel zugute, wo bald ein neues Einsatzfahrzeug gebraucht werde.

Urlaub im Erholungsheim

Wie sehr der Freistaat seine Feuerwehrleute schätzt, zeigt auch, dass die Männer, die 40 Jahre aktiven Dienst leisten, eine Woche ins Feuerwehr-Erholungsheim in Bayerisch Gmain fahren dürfen. Dienstjubilare für 25 Jahre erhielten eine Schnupftabakdose des Landkreises, die für 40 Jahre eine Landkreiskrawatte.

Der Verein zeichnete Oskar Kammerer für 65 Jahre Mitgliedschaft und Fritz Wittmann für 60 Jahre aus. Christian Fuhrmann, Georg Kraus und Hans Gollwitzer bekommen die Urkunden für 65 Jahre nachgereicht. Ein gemütliches Beisammensein mit einem kalten Büfett und Getränken schloss sich an an.
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